Damals in meiner Jugendzeit war die SPD so spannend wie das erste Date. Sie war der Zeitgeist, modisch, innovativ und schlichtweg cool. Ich konnte das alles selbst erfahren. In den späten 1970er- bis Mitte der 1980er-Jahre waren wir in Westdeutschland sehr eindeutig politisiert.
Wir wussten in unserem Dorf im östlichen Niedersachsen sehr genau, wer CDU oder SPD wählte, und ein paar entschieden sich auch für die Liberalen. Die Grünen kamen erst später auf und spielten zunächst keine Rolle. Wechselwähler gab es kaum; und in den politischen Zuteilungen bestand eine große Verlässlichkeit: Der dort wählt schwarz und der Nachbar wie schon immer rot.
Volkspartei
Die Krise der Genossen: Wie die SPD sich selbst zerstörte
Die SPD hat historisch einen erheblichen Anteil an entscheidenden Sozialreformen, aber heute liegt sie zertrümmert da. Welche Chancen bleiben den Genossen noch? Ein Erfahrungsbericht.
9 Min
Link kopiert
Die Artikel-URL wurde erfolgreich in Ihrer Zwischenablage gespeichert.
Glanzvolle Zeiten: Die großen SPD-Idole Willy Brandt (l.) und Helmut Schmidt erreichten über 40 Prozent bei Bundestagswahlen.
© Sven Simon/Imago
Werden Sie Teil des Ostablishments.
Sie haben bereits ein O+ Abo?
*