DDR-Geschichte

Die Mauer steht noch: Die irre Geschichte von „Little Berlin“

Die Einmauerung des Westteils von Berlin ist allseits bekannt. In einem kleinen thüringisch-fränkischen Dorf erinnert man an die eigene Trennungshistorie.

8 Min
Ein Stückchen „Kalter Krieg“: Das einst geteilte Dorf Mödlareuth zwischen Thüringen und Bayern ist heute ein grandioser Erinnerungsort der deutschen Teilung.

Ein Stückchen „Kalter Krieg“: Das einst geteilte Dorf Mödlareuth zwischen Thüringen und Bayern ist heute ein grandioser Erinnerungsort der deutschen Teilung.

© Ingo Eckardt

Leise plätschert der dünne Tannbach durch das beschauliche Dörfchen. Die Sonne scheint, und wenn man den Blick nach Osten wendet, erinnert an diesem Ort so gar nichts daran, dass es vor vierzig Jahren unmöglich gewesen wäre, ohne Repression an diesem kleinen Bachlauf inmitten des Dorfes Mödlareuth zu stehen. Das Dorf, das zu einem Teil in Thüringen und zum anderen in Bayern, besser gesagt im Fränkischen, liegt, war damals wie seit dem 13. August 1961 auch Berlin mit einer Mauer geteilt – was ihm bei den amerikanischen Besatzungstruppen den Namen „Little Berlin“ einbrachte.

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