Es gibt Berliner Orte, die selbst im Leerstand so aussehen, als warteten sie nur auf ihren nächsten Auftritt. Die Mokka-Milch-Eisbar an der Karl-Marx-Allee 35 gehört dazu: gelbe Keramik, große Glasflächen, ein flaches Dach, darüber der alte Schriftzug wie ein Versprechen: Mokka. Am Mittwoch, dem 27. Mai 2026, öffnet der denkmalgeschützte Pavillon wieder. Neue Betreiber sind Natacha und Alexander Neumann.
Wer hier ausschließlich DDR-Nostalgie mit Mokka, Milch und Eis erwartet, dürfte überrascht werden. Die neue Mokka Milch soll Restaurant, Café, Bar, Veranstaltungsort und Coworking Space zugleich sein – ein „Third Place“, wie die Betreiber schreiben, ein Ort jenseits von Wohnung und Büro. Die Behauptung, es handle sich um Berlins ersten solchen Ort, ist vor allem Marketing. Das Konzept passt aber auch zur Geschichte des Hauses.
Karl-Marx-Allee
Die Mokka-Milch-Eisbar öffnet Mittwoch – und will mehr sein als DDR-Nostalgie
Die „Mokke“ an der Karl-Marx-Allee ist einer der bekanntesten Orte Ost-Berlins. Am 27. Mai öffnet sie wieder. Die neuen Betreiber haben Großes vor.
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DDR-Moderne mit neuem Leben: Die Mokka-Milch-Eisbar an der Karl-Marx-Allee öffnet wieder – direkt neben dem Kino International soll aus der früheren „Mokke“ ein Treffpunkt für Gastronomie, Kultur und Coworking werden.
© Jürgen Ritter/imago
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