Die Warnung am Telefon ist klar und eindringlich: „Egal wie warm es am Tag Ihres Besuches auch sein wird, ziehen Sie sich bitte sicherheitshalber ein langärmliges Hemd an und auf alle Fälle eine lange Hose, denn am Boden ist es am gefährlichsten.“ Karl Kabisch macht kurz Pause: „Und nach dem Besuch bitte dran denken: Sofort die Kleidung wechseln, duschen und bei 60 Grad waschen.“ Er muss kurz lachen: „Natürlich sollen Sie sich nicht selbst bei 60 Grad waschen, sondern die Kleidung.“
Am Tag des Besuches sind es 26 Grad: Lange Hose und langes Hemd sind eindeutig zu warm. Trotzdem tragen wir die „Schutzkleidung“. Denn Karl Kabisch hat von den Berliner Bäderbetrieben das Strandbad Jungfernheide gepachtet und hat dort ernsthafte Probleme mit Eichenprozessionsspinnern. Die Sache hat ein enormes Konfliktpotenzial, denn der Volkspark Jungfernheide ist als zweitgrößter Park in Berlin nicht nur ein beliebtes Ausflugsziel, sondern gilt mit Tausenden Eichen als ein „Befallschwerpunkt“ der Stadt. „Ende Mai mussten wir das Strandbad schließen“, sagt Kabisch. „Wegen der Eichenprozessionsspinner.“
Insekten
Die Plage mit der Plage: Freibad wegen Giftraupen geschlossen
Das Strandbad Jungfernheide kann wegen der Eichenprozessionsspinner nicht öffnen. Die wirtschaftlichen Folgen sind enorm. Berlinweit werden die Probleme zunehmen.
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Im Vollschutzanzug: Luca Meihack brennt die giftigen Härchen auch am Sandstrand weg.
© Markus Wächter/Berliner Zeitung
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