Die Stadt Rathenow im Naturpark Westhavelland will Fahrradtouristen in die Region locken. Im Verlauf der in den 50er Jahren stillgelegten Kleinbahnlinie "Stille Pauline" soll der Radwanderweg "Havelland" entstehen. Der alte Kaiserbahnhof Rathenow soll zu einer Fahrradstation mit Verleih und Service umgebaut werden. Seit dem Fahrplanwechsel ist Rathenow mit einer Regional-Expresslinie verbunden. In nur einer Bahnstunde ist der Ausgangspunkt für unseren Radtourentip von Berlin zu erreichen.Ein Abstecher in die zehn Tage vor Kriegsende stark zerstörte Altstadt führt auf der Berliner Straße zur Sankt-Marien-Andreas-Kirche. Etwas versteckt auf der vom Stadtkanal umgebenen Insel, sind am beschaulichen Kirchplatz die ersten Fachwerkhäuser saniert worden.Auf der Berliner Straße geht s dann zurück, links in den Friedrich-Ebert-Ring und rechts abzweigend durch die Feierabendallee. Die alte Ferchearer Verbindungsstraße führt durch ein ehemaliges Militärgelände und den Golfplatz Semlin, bis eine asphaltierte Landstraße erreicht ist. Hier am Hohennauener See gibt es zahlreiche Bademöglichkeiten. Links radelt man ins alte Dorf Semlin. Von dort geht es weiter nach Hohennauen, um dort der abzweigenden Landstraße nach Parey zu folgen.An Schilfgürteln der Havel und Schutzzonen für seltene Vögel vorbei, fährt man nun auf einem Plattenweg nach Gülpe, wo ein Storchennest eine Turmecke der Dorfkirche schmückt. An der Weggabelung fährt man links nach Prietzen und folgt dem Ufer des geschützten Gülper Sees. Vorbei an der Bockwindmühle führt die Landstraße in die Kleinstadtidylle Rhinows. Wer will, kann hier in den Zug nach Berlin steigen, verpaßt aber die Attraktion von Stölln. Wer kurz hinter dem Dorf auf den 110 Meter hohen Gollenberg steigt, hat die Stätte des letzten Fluges von Otto Lilienthal erklommen. Der Flugpionier stürzte hier am 8. August 1896 aus 15 Meter Höhe ab und starb.Wieder mit dem Rad auf der Landstraße, zweigt man nach Dreetz ab, um von Giesenhorst nach Bartschendorf zu gelangen. Das Angerdorf verläßt man kurz vor dem Ortsausgang auf einem Plattenweg durch die Luchlandschaft über Michaelisbruch (Achtung keine Ausschilderung) zur Bundesstraße 5. Dort fährt man rechts und folgt der Landstraße nach Damm zum Bahnhof Friesack.
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