Was man bislang nur für einen Witz hielt, ist tatsächlich wahr: Der IT-Sicherheitsexperte Manuel Atug bestätigt im Interview, dass Berliner Behörden teils noch mit Rechnern arbeiten, die mit dem Betriebssystem Windows 95 laufen – Microsoft-Technik aus den 1990ern. Genau auf diesem Stand der Technik befindet sich anscheinend auch das Sicherheitsniveau der Berliner IT.
Kein Wunder also, dass kriminelle Hacker im digitalen Netz der Berliner Landesverwaltung ungeniert ein- und ausgehen, dabei viele Terabyte an geheimen Daten heraustragen, dann im Darknet veröffentlichen und an den Meistbietenden verkaufen können. Der Einbruch der Hacker-Gruppe Rhysida bei den Senatsverwaltungen für Bau und Verkehr im August wird also nicht der letzte Terror-Anschlag auf die kritische IT-Infrastruktur des Landes gewesen sein.
Das Gespräch mit Manuel Atug lässt einen als Bewohner dieser Stadt verstört und fassungslos zurück. Man muss sich für Berlin schämen. Wieder einmal.
IT-GAU
„Die schlechte IT-Sicherheitslage ist in Berlin bekannt – Man nimmt es halt hin“
Der IT-Experte Manuel Atug hält den Schutz der Berliner IT-Infrastruktur für „desolat“. Auch die Wegner-Regierung habe „grob fahrlässig und sogar vorsätzlich“ gehandelt.
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Manuel „HonkHase“ Atug ist Gründer und Sprecher der AG KRITIS, einem Zusammenschluss unabhängiger Fachleute für den Schutz kritischer Infrastrukturen.
© Privat
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