Im August 1939 stehen die Zeichen auf Krieg – doch Wernher von Braun (Max Wagner) träumt vom Flug zum Mond. Mit gerade mal 27 Jahren leitet er eines der größten Forschungszentren der Welt. Die Heeresversuchsanstalt in Peenemünde wird von der Wehrmacht finanziert. In den USA interessiert sich die 18-jährige Studentin Joan Hinton (Meriel Hinsching) brennend für die Kernphysik. Die gerade in Deutschland entdeckte Kernspaltung eröffnet ganz neue Perspektiven – auch militärisch. Golda Meir (Delia Mayer) sorgt sich zu jener Zeit in Palästina um die jüdischen Flüchtlinge, die vor dem Nazi-Terror geflohen sind und zu Tausenden in Schiffen übers Mittelmeer kommen. Hedwig Höß (Lara Mandoki) reist Anfang 1940 mit ihren Kindern mit dem Zug nach Auschwitz: Die Frau des Lagerkommandanten bezieht eine Villa direkt neben dem KZ.
Die Arte-Dokudrama-Reihe „Die Spaltung der Welt“ spannt einen Bogen vom Jahr 1939 bis zum Jahr 1962 und setzt markante Biografien gegeneinander. Schon die beiden Vorgängerserien der Berliner Firma Looks Film, „14 – Tagebücher des Ersten Weltkriegs“ (2014) und „Der Krieg der Träume 1918-1939“ (2018), hatten sich nicht nur auf die deutsche Perspektive beschränkt, sondern ein vielstimmiges internationales Kaleidoskop entworfen – dank der Koproduktion mit Partnern aus vielen Ländern. Beide Produktionen wurden international ausgezeichnet und bewiesen, wie ernst Arte den öffentlich-rechtlichen Auftrag nimmt.
Geschichte
„Die Spaltung der Welt“ auf Arte und in der ARD: Weltgeschichte jenseits der deutschen Perspektiven
Die packende Arte-Dokudramaserie „Die Spaltung der Welt“ begleitet prägende historische Figuren von 1939 bis 1962. Teils privat, sogar kitschig, etwa mit Nacktbade-Szene. Gut so?
5 Min
Link kopiert
Die Artikel-URL wurde erfolgreich in Ihrer Zwischenablage gespeichert.
Wernher von Braun (Max Wagner, 2. v. l.) will zum Mond. Für die Nazis baut er stattdessen Kriegsraketen.
© Valerie Fidler/LOOKSfilm/SWR
Werden Sie Teil des Ostablishments.
Sie haben bereits ein O+ Abo?
*