Anna Netrebko kann noch immer Momente auf der Opernbühne schaffen, die alles abräumen, was um sie herum geschieht. Dieses tiefe Verlöschen auf dem Wort „miserere“, dann der schwebende Neueinsatz knapp zwei Oktaven höher, der die Phrase mit „d’un povero cor“ zu Ende bringt, „erbarme dich eines armen Herzens“ also, unbegleitet, ein unfassbarer Moment, gewiss ausdrucksvoll, vor allem aber eine klangkörperliche Präsenz, die man nicht vergessen wird.
Klassik
Die Staatsoper präsentiert Anna Netrebko in Verdis „Maskenball“: Maßvoll woke
Anna Netrebko schafft unfassbare Momente. Warum der Regisseur Rafael R. Villalobos am Ende dieses Stimmfests derart ausgebuht wurde, ist nicht leicht verständlich.
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Anna Netrebko in Verdis „Maskenball“ an der Staatsoper Berlin.
© Stephan Rabold
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