Die Affäre um den ehemaligen Chefmechaniker hat das Jubiläums-Fest von Ferrari getrübt. Während die Scuderia in Fiorano mit Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher ihr 60-jähriges Bestehen beging, wies Techniker Nigel Stepney die gegen ihn erhobenen Sabotage-Beschuldigungen zurück. "Er hat mit versichert, dass er überhaupt nichts zu verbergen und nichts zu befürchten hat", sagte Stepneys Anwältin Sonia Bartolini der Gazzetta dello Sport. Ferrari hatte bei der Staatsanwaltschaft Modena Anzeige gegen Stepney erstattet. Das Team wirft ihm versuchte Sabotage vor dem Großen Preis von Monaco vor. Sechs Tage vor dem Rennen am 27. Mai soll ein mysteriöses Pulver an den Benzintanks der Autos von Kimi Räikkönen und Felipe Massa gefunden worden sein. Die Teile wurden vor dem Grand Prix ersetzt und das Pulver an die Polizei zur Untersuchung weiter gegeben. Am Freitag wurde das Haus von Stepney in der Nähe der Ferrari-Heimat Maranello durchsucht. Der Tageszeitung Times sagte er, er sei Opfer einer "Kampagne schmutziger Tricks". Stepney hatte sich einst Hoffnungen gemacht, Technischer Direktor von Ferrari zu werden - vergeblich.
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