Film aus Frankreich

„Die Unerwünschten“: Wo jeder Plattenbau ein Armutsviertel ist

Der französische Regisseur Ladj Ly führt noch einmal in einen Pariser Vorort und zeigt, wie ein Staat in Fragen der Migration versagen kann. Die Filmkritik.

Cornelia Geißler
Cornelia Geißler
3 Min
„Die Unerwünschten – Les Indésirables“: Ein zehnstöckiges Hochhaus wird im Auftrag der Stadtverwaltung gesprengt.

„Die Unerwünschten – Les Indésirables“: Ein zehnstöckiges Hochhaus wird im Auftrag der Stadtverwaltung gesprengt.

© www.imago-images.de

Wie geht ein Land, eine Regierung, ein Volk mit Zuwanderung um? Diese Frage beschäftigt den Regisseur und Drehbuchautor Ladj Ly, 1978 in Mali geboren, in Frankreich aufgewachsen. Schon sein Film „Die Wütenden – Les Misérables“, 2019 in Cannes mit dem Preis der Jury geehrt, zeigt einen bedrückenden Kreislauf: Wie junge Menschen aus Einwandererfamilien kriminalisiert werden und sich selbst kriminell verhalten. Nun kommt „Die Unerwünschten – Les Indésirables“ in die Kinos und lässt die Konflikte zwischen Staatsmacht und Volk nur so aufeinanderprallen.

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