Volksrepublik-Wagen

Das Ende von Made in Germany: Die VW-Krise ruiniert das deutsche Qualitätsversprechen

Volkswagen-Chef Blume will den Konzern eindampfen. Der Aufsichtsrat zögert. Die Auswirkungen könnten die Republik verändern.

8 Min
Überkapazitäten bei Volkswagen betragen rechnerisch 500.000 Autos.

Überkapazitäten bei Volkswagen betragen rechnerisch 500.000 Autos.

© Julian Stratenschulte/dpa

Volkswagen ist ein Abbild des ganzen Landes: Der Umsatz schrumpft, die Gewinne bröseln und bisherige Reformen zeigen kaum Wirkung. Konzern-Chef Oliver Blume stellte dem Aufsichtsrat nun sein „Group Target Picture“ vor, sein Zielbild. Demnach will er die Hälfte der Automodelle aussortieren, Personal und Überkapazitäten radikal abbauen und auf die bisherigen neun Millionen verkauften Fahrzeuge pro Jahr ausrichten. Doch der Aufsichtsrat – darunter Gewerkschafter und das Land Niedersachsen als Miteigner – zögerte erst und lehnte Blumes Vorschlag dann ab. Schließlich gehe es nicht nur um Zahlen und „Standorte“, sondern um Jobs, um Menschen.

Werden Sie Teil des Ostablishments.

Sie haben bereits ein O+ Abo?

*