Gastbeitrag

Die Welt muss Trump stoppen, eine künstliche Superintelligenz zu bauen

Bereits 2027 könnte der Mensch im Entwicklungsprozess von KI ersetzt werden. Ob sich eine Superintelligenz verselbständigt oder in die falschen Hände gerät, ist gleichermaßen fatal.

Axel Fersen
10 Min
Donald Trump spricht nach seinem Gipfel mit Tech-CEOs im Weißen Haus mit Reportern.

Donald Trump spricht nach seinem Gipfel mit Tech-CEOs im Weißen Haus mit Reportern.

© Matt Kaminsky/Imago

US-Präsident Trump kann keine Superintelligenz bauen. Mit seiner außergewöhnlichen Machtfülle kann er aber jenen den Weg ebnen, die es können: den KI-Beschleunigern, den Akzelerationisten. Mark Zuckerberg und Sam Altman haben genau dieses Ziel für ihre Unternehmen ausgegeben, und Nvidia-Chef Jensen Huang tut alles, damit niemand auf die Bremse tritt. Dass eine Superintelligenz seine politische Macht potenzieren könnte, hat sich Trump nicht selbst ausgedacht. Das legt ihm sein Umfeld nahe, etwa der frühere Tech-Investor David Sacks oder Michael Kratsios, der unter anderem für Peter Thiel gearbeitet hat.

Mit Erfolg: Vor wenigen Wochen verkündete Trump vor der UN-Vollversammlung vollmundig: „Whoever wins SI, whoever wins Superintelligence wins.“ Er wolle die Superintelligenz haben und sich jeder Regulierung widersetzen, die seinem Vorhaben im Weg steht. Was er mit Gewinnen meint? Die Vorherrschaft, wie sie die Executive Order des Weißen Hauses vom 11. Dezember 2025 beschreibt. Mit einer US-amerikanischen Superintelligenz stünde ihm ein System zur Verfügung, dem bei der Durchsetzung seiner Macht niemand mehr etwas entgegenzusetzen hätte.

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