Andrej Moisejenko hat das Konzentrationslager Buchenwald überlebt und in diesem Jahr in Weimar seinen 100. Geburtstag gefeiert. Sein überlebensgroßes Porträt gehört seit 2019 zur Fotoausstellung „Die Zeugen“ im öffentlichen Raum, wie die Stadtverwaltung Weimar mitteilte. Die Rückkehr der Tafel wird am Mittwoch, 28. Oktober, um 15 Uhr am Rathenauplatz begangen.
Dabei sprechen Bürgermeister Ralf Kirsten, Martin Kranz, Initiator der Ausstellung und Intendant der Achava-Festspiele Thüringen, sowie Erika Rosenberg, Biografin und Nachlassverwalterin von Oskar und Emilie Schindler.
Die Ausstellung zeigt Porträtaufnahmen ehemaliger Buchenwald-Häftlinge, die der Weimarer Fotograf Thomas Müller über mehrere Jahre aufgenommen hat. Sie wurde 2019 im Rahmen der Achava-Festspiele installiert und wegen der anhaltenden Resonanz mehrfach verlängert. Im Jahr 2022 wurde die Schau verkleinert, ein Teil der Tafeln wurde abgebaut. Heute reicht die Porträtreihe vom Bahnhofsvorplatz bis zum ehemaligen Sitz der nationalsozialistischen Gauleitung und bildet einen Pfad der Erinnerung an die Opfer nationalsozialistischer Verfolgung.
Reisehighlights Reisehighlights exklusiv für Sie
Mehr
Bach Forward: Anthony Romaniuk verbindet Bach mit Pop und Elektronik
Premiere in Weimar: Puccinis „La Bohème“ in historischen Kostümen
Nach Angaben des Projekts Die Zeugen umfasste die Reihe ursprünglich 22 großformatige Porträts; Stationen waren unter anderem der Buchenwaldplatz, das Neue Museum als früherer Amtssitz von Gauleiter Sauckel und das Landesverwaltungsamt im einstigen Gauforum.
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]