Gastbeitrag

Die zweite Enteignung: Ostdeutsche bekamen die sanierte Stadt, andere die Grundbücher

Aufbau-Ost-Programme waren eigentlich Vermögenssubvention West, sagt der Soziologe Denis Huschka. Das habe langfristige Folgen für Ostdeutschland.

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Ostseebad Binz: Nicht einmal mehr die Hälfte der Flurstücke ist in ostdeutscher Hand.

Ostseebad Binz: Nicht einmal mehr die Hälfte der Flurstücke ist in ostdeutscher Hand.

© Sabine Brose/imago

Die Wiedervereinigung machte Ostdeutschland zu einem der größten Modernisierungsprojekte Europas und zu einem der größten Investitionsfelder für westdeutsches Kapital – mit langfristigen Folgen: Knapp 40 Prozent der Dresdner Immobilien gehören Westdeutschen, in Halle sind es 23 Prozent. 

Deshalb lautet die entscheidende Frage bis heute: Wer profitiert eigentlich von den Erträgen der Modernisierung in Ostdeutschland, wer besitzt Ostdeutschland?

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