Nach außen hin strahlt die Linke kurz vor ihrem Bundesparteitag – zumindest in der Vorsitzenden-Frage – eine erstaunliche Geschlossenheit aus. Während die CDU fast ein Jahr brauchte, um die Nachfolge Annegret Kramp-Karrenbauers zu klären, und die SPD über Monate hinweg mehrere Kandidatenduos, die die Gräben innerhalb der Partei nach außen hin sichtbar machten, gegeneinander antreten ließ, gibt sich die Linke harmonisch. Hennig-Wellsow und Wissler sind als Nachfolgerinnen gesetzt. An der Basis beliebt, können beide auf einen breiten Rückhalt setzen.
Idealismus vs. Realpolitik
So sieht die Linke aus, die die neuen Vorsitzenden jetzt erben
Janine Wissler und Susanne Hennig-Wellsow übernehmen die Führung einer Partei, die viele als zerstritten und widersprüchlich wahrnehmen. Täuscht der Eindruck?
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Bernd Riexinger (l.) und Katja Kipping führten die Linke fast neun Jahre lang. Nun geben sie den Bundesvorsitz an Janine Wissler und Susanne Hennig-Wellsow ab.
© dpa/Bernd von Jutrczenka
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