HipHop

Dikka, das Berliner Rapstar-Nashorn: „Sido und ich kennen uns schon von früher aus dem Zoo“

Für die Kleinen ist er der Größte: Dikka, das singende und rappende Nashorn aus Berlin, füllt dieses Wochenende gleich zweimal die Uber Arena. Hier das exklusive Interview vorab.

14 Min
Nashorn Dikka live, hier bei einem Konzert 2024 in Essen

Nashorn Dikka live, hier bei einem Konzert 2024 in Essen

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Das Berliner Nashorn Dikka, das 2020 die Musikwelt eroberte, bereitet sich auf zwei Konzerte in der Uber Arena vor: am 3. und am 4. Juli. Gemeinsam mit anderen namhaften Künstlern wächst er zum Symbol für kreative Freiheit und familiäre Verbundenheit in einer digitalisierten Welt. Doch wer ist dieser Dikka und wofür steht er?

Die Geschichte von Dikka geht so: 2020 machte sich ein kleines Nashorn aus dem Berliner Zoo auf den Weg, die Musikwelt zu erobern. Mit vollem Erfolg. Mittlerweile gibt es gemeinsame Songs mit Sido, Lea, Cro, Wincent Weiss, Nico Santos, Mark Forster, Lena, Kontra K, SDP, Álvaro Soler und Kool Savas. Um nur ein paar Namen zu nennen.

Wenn Dikka im Juli zweimal die Uber-Arena in Friedrichshain füllt, wird es das größte Kinder-Musikevent sein, das es je in Deutschland gab. Wir haben Dikka vorab im Bistro in Charlottenburg getroffen.

Dikka, warum braucht die Welt gerade jetzt ein rappendes Nashorn?

Die Welt bräuchte eigentlich gerade ganz viele rappende und singende Tiere und viel Support. Wir stehen auf vielen Ebenen ein bisschen auf der Kippe, und ich finde, den Kindern fehlt es an Unterstützung und Fantasie. Je mehr das Handy, das iPad, Streaming oder Social Media auf sie zukommen, desto mehr muss man gegenhalten und ihnen etwas Warmes, Analoges geben, das freundlich ist. Ich habe im Laufe der Zeit gemerkt, wie sehr meine Lieder den Kindern und den ganzen Familien ans Herz wachsen. Das ist nicht mehr nur Kindermusik, sondern Musik für die ganze Familie, weil die Erwachsenen sie auch aus voller Überzeugung hören.

Zur Person
Charlotte Simon und Alexander Gellner

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Das rappende Nashorn Dikka aus Berlin hat mittlerweile schon vier Alben herausgebracht: „Oh Yeah“ (2021), „Boom Schakkalakka“ (2022), „Die tollsten Tage mit Dikka“ (2024) und „Boah ist das krass“ (2025). Auch in turbulenten Zeiten will Dikka seinen jungen Fans ein Rüstzeug mit auf den Weg geben, mit dem sie in unserer zunehmend komplexen Welt bestehen können. Dafür stehen auch empowernde Lieder wie „Ich bin ich“ und „Nein heißt nein“.


Dein Konzert im Oktober in der ausverkauften Uber-Arena war ja das größte Kinderkonzert aller Zeiten hierzulande.

Es ist unfassbar schön zu sehen, was das für eine Erlösung für Kinder ist, wenn sie auf einem Konzert sind. Meistens ist es das erste Konzert ihres Lebens. Sie emanzipieren sich dort in anderthalb Stunden mehr von ihren Eltern als in einem Jahr zu Hause, weil sie vorne im „Nashorn-Bereich“ alleine stehen. Ich sehe auf ganz vielen Ebenen, was es den Kindern bringt und wie sehr Dikka zur Familie gehört. Eltern schreiben mir, dass Dikka dorthin kommt, wo sie niemals hinkommen würden – gerade in Vertrauenssachen.

Was glaubst du, wohin? Welche Bereiche sind das?

Wenn die Kinder mich treffen würden, würden sie mir ihr komplettes Seelenleben ausschütten und sich mir anvertrauen. Vor Eltern muss man ja immer vorsichtig sein.

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Wieso das?

Die eigenen Eltern können alles gegen dich verwenden – und sind eben keine Komplizen, weil sie keine Kinder sind. Dikka ist dagegen sowas wie ein großer Bruder. Deswegen sind die Kinder super offen und stellen mir tiefe Fragen – ob im Kindergarten oder im Kinderhospiz. Für viele ist es ein Lebenswunsch, einmal Dikka zu treffen. Man muss wissen, wie sehr man sich da emotional hineinbegibt, weil man aus einem Gerechtigkeitsgefühl heraus am liebsten alle treffen möchte.

Du gehst sogar ins Hospiz? Überwältigt dich das nicht emotional?

Teilweise schon. Es nimmt meinen emotionalen Arbeitsspeicher sehr in Anspruch. Als ich 2020 das erste Album aufgenommen habe, war nicht abzusehen, dass das Projekt so groß wird und so tief geht. Dass man zu einer ganzen Generation sprechen kann, ist eine riesige Verantwortung. Ich lerne gerade, damit umzugehen. Am Anfang haben mich die Nachrichten der Kinder umgehauen; heute hat es immer noch die gleiche Wucht, direkt ins Herz zu gehen, aber ich weiß jetzt besser damit umzugehen und dass ich genau da bin, wo Musik mich am meisten braucht.

„Bei Erwachsenen repariert man Gefühle“

Wie siehst du deine Rolle? Willst du in deiner Musik auch über Krisen und Kriege sprechen oder den Kids eher Ablenkung vom schweren Alltag anbieten?

Ich finde es wichtig, Kinder zu schützen und sie darauf vorzubereiten, wie sie mit bestimmten Dingen umgehen können. Der Unterschied zwischen Liedern für Erwachsene und für Kinder ist: Bei Erwachsenen repariert man Gefühle, Kindern baut man ein kleines „Schweizer Taschenmesser“, mit dem sie sich besser in der Welt zurechtfinden und sich verteidigen können.

Wenn du ein Lied wie „Nein heißt nein“ hast, wird das irgendwann zum Reflex. Ich hoffe, dass Kinder in wichtigen Situationen laut nein sagen, anstatt leise zu sein. Man kann ihnen Mut, Cleverness und Frechheit mitgeben. Dikka ist nicht politisch im Sinne von Talkshows, aber er ist aufklärerisch. Es geht darum, Kinder dort zu begreifen, wo sie emotional stehen. Wenn ein Erwachsener kein Darlehen bekommt, ist das eine Krise; für ein Kind ist es das Schlimmste, wenn es nicht zum Geburtstag eingeladen wird. Man muss den Kern des Kindes sehen, was voraussetzt, dass ich extremen Zugang zu meinem eigenen inneren Kind habe.


Was hast du selbst früher gehört? Musik von Rolf Zuckowski?

Ein paar Lieder von Rolf kannte ich natürlich. Lustigerweise hatte ich Michael-Jackson-Kassetten. Meine Nashorn-Mama hat Pink Floyd, Tina Turner, die Beatles und Hippie-Sachen gehört. Ich war eher der Hörspieltyp: Das Sams, Paul Maar, Michael Ende und die „Unendliche Geschichte“. Das war mein Spielplatz.

Das Sams hat ja auch diese Frechheit wie du.

Total! Ich habe den Sams-Erfinder Paul Maar leider nie getroffen, aber ich habe von ihm eine Zeichnung mit dem Sams und mir geschenkt bekommen; auf der Sams-Kette steht „Dikka“ und auf der Dikka-Kette steht Sams. Das ist einer meiner größten Schätze.

„Durch Rap kriege ich zum Glück mehr Text unter“

Was kannst du als Dikka machen, was die frühere Generation mit Kindermusik noch nicht gepackt hat?

Meine Themen sind nicht so zauberwaldmäßig romantisiert. Früher war die Zeit auch langsamer. Wenn man heute alte Filme wie „Ronja Räubertochter“ schaut, finden Kinder das oft langweilig, weil zwischendurch mal fünf Sekunden nicht gesprochen wird. In der heutigen Zeit ist sofort Apokalypse, wenn eine Sekunde Action-Lücke im Film entsteht. Durch Rap kriege ich zum Glück auch viel mehr Text unter, kann mehr Message rüberbringen. Ein Lied von Rolf Zuckowski hat vielleicht vier Zeilen in der Strophe; ich kann pro Lied viel mehr Zeilen und Lösungsvorschläge liefern; wie man zum Beispiel super pfeift – und dann mit mir im Refrain drauf pfeifen kann, was die anderen sagen.

„Als Nashorn komme ich mir mit meiner Musik manchmal vor wie ein Busfahrer“: Dikka

„Als Nashorn komme ich mir mit meiner Musik manchmal vor wie ein Busfahrer“: Dikka

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HipHop lebt vom Selbstausdruck, aber oft auch von der Abwertung anderer. Wie drückst du Selbstwert aus, ohne andere zu beleidigen?

Dikka ist super inklusiv und würde niemals andere ausgrenzen. Es geht darum, dass wir eine Familie sind. Ich rappe und singe bewusst in der Ich-Perspektive. Wenn ich sage „Ich bin super cool“, kann jedes Kind das mitsingen und auf sich beziehen. Würde ich „Du bist cool“ singen, wäre das wie ein Ball, der immer weitergegeben wird.

Rap war ursprünglich der Ausdruck eines Lebensgefühls der Zusammengehörigkeit. Battle-Rap kam erst später als sportlicher Wettkampf dazu. Natürlich gibt es immer eine gewisse Competition, weil man in seiner Kunst super sein möchte. Aber als Nashorn komme ich mir mit meiner Musik manchmal vor wie ein Busfahrer bei einem Ferienausflug, der darauf achtet, dass alle angeschnallt sind.

Apropos Rapper: Wie war es für dich, als Nashorn auf Sido zu treffen und mit ihm in deinem „Superpapa“-Lied zusammenzuarbeiten?

Das war super cool! Wir kennen uns ja schon von früher aus dem Zoo, da ist er öfter mal vorbeigekommen. Es ist natürlich sehr, sehr schön, jetzt mit ihm Musik zu machen. Ich finde, dass er mit Abstand der beste Rapper Deutschlands ist. Er ist einer der wenigen, die es geschafft haben, aus ihrem eigenen Teich rauszukommen und auch richtige Radiomusik und große Hits zu liefern, Rap weiter zu transportieren und für alle zugänglich zu machen. Wenn man sich seine Karriere ansieht, erkennt man eine extreme Kurve und eine krasse Entwicklung.

„Sonst explodiert man irgendwann wie Popcorn“

Ist es dir eigentlich wichtig, dass auch die Eltern deine Texte mögen?

Natürlich. Eltern sind auch nur große Kinder, bei denen keiner mehr klingelt und fragt, ob sie spielen wollen. Sie müssen Management, Chauffeurdienst und Ärztin sein. Dass die Eltern meine Musik und Konzerte mögen, sieht man auch an meinen Ticketverkäufen: Die Ratio ist oft ein Kind zu einem Erwachsenen. Ich mache keinen Unterschied zwischen kleinen und großen Kindern. Oft läuft Dikka im Autoradio weiter, wenn das Kind schon längst im Kindergarten abgegeben wurde.

In deinen Liedern „Superpapa“ und „Supermama“ beschreibst du Rollenbilder. Hat sich die Vorstellung davon in den letzten Jahren sehr gewandelt, was ein guter Papa, eine gute Mama ist?

Ja, Eltern sind heute aufmerksamer, auch weil sie die Zeit dazu haben und nicht mehr so viel historische Last aufarbeiten müssen wie Generationen davor. Wir sind die erste Generation, die Dinge aufhalten kann, anstatt sie an die Kinder weiterzugeben. „Superpapa“ habe ich fast wie eine Bauanleitung geschrieben, um Väter zu motivieren. Es reicht nicht, nur die Glotze anzumachen und die Tiefkühlpizza in den Ofen zu packen; nichts ist schöner, als mit Kindern Dinge zu erleben.

„Supermama“ ist eine Hymne an das Familienoberhaupt, „Superpapa“ ist eher ein kleiner Ansporn. Männerrollen haben sich zum Glück gewandelt. In meinem Umfeld fiel es Männern nie schwer, Emotionen zu zeigen, aber gesellschaftlich war der Mann oft das Bild von Stärke aus Marmor. Heute verbringen Väter, auch durch Homeoffice, mehr Zeit zu Hause. Das ist eine wertvolle Zeit – weil sie so nie wiederkommt.


Willst du ein Rollenvorbild für Jungs sein, damit sie auch ihre sensible Seite zeigen?

Klar. Im Lied „Traurigkeit“ sage ich, dass man die Traurigkeit in den Arm nehmen und zulassen kann, sonst explodiert man irgendwann wie Popcorn. Emotionen zuzulassen ist mit das Wichtigste auf der Welt. Die Natur irrt sich nicht; wenn man traurig sein möchte, darf man das – egal, welches Geschlecht man hat. Viele Männer schämen sich für Verletzlichkeit, aber das Leben ist ein Rummelplatz der Emotionen. Man kann nicht nur Autoscooter fahren, man muss auch mal in die Achterbahn steigen. Später ärgert man sich nur über verpasste Chancen, nicht über Fehler. Fehler sind die besten Lehrmeister.

Was unterschätzen Erwachsene oft an Kindern?

Alles. Kinder lernen 80 Prozent ihrer Verhaltensweisen in den ersten drei Jahren. In dieser Zeit bilden sich die meisten Synapsen. Sätze wie „Das verstehst du noch nicht“ sind eine Sackgasse. Eltern hören oft nicht richtig zu und jeder sollte in seinen Gefühlen ernst genommen werden. Die Welt wäre ein schönerer Ort, wenn man Kindern mehr zuhören würde. Sie sind unvoreingenommen. Eine kleine Nashornfreundin schlug neulich vor, Kinderheime, Seniorenheime und Tierheime in einem Gebäude unterzubringen. Das ist eine großartige Idee! Das täte allen gut.

„Ich würde das Schulfach ‚Zukunft‘ einführen“

Deine Lieder haben viel Humor. Was finden Kinder besonders witzig?

Kinder finden es witzig, wenn jemand hinfällt – das ist die Erleichterung, dass es einem nicht selbst passiert ist. Sie mögen alles, was unbeholfen und nicht perfekt ist. Und sie finden Dinge witzig, die Eltern peinlich sind: Pipi, Kacke und alles, was leicht zotig ist. Man kann das Märchen von Hänsel und Gretel wunderbar umgestalten, indem Pipi und Pupsi sich im Kackawald verirren. Da schmeißen sie sich weg. Kinder finden auch alles lustig, womit man die Eltern ein bisschen veräppeln kann. Die Eltern machen dabei mit und werden selbst wieder zum Kind.

Wenn du Bildungsminister wärst, was würdest du ändern?

Ich würde die Schule später beginnen lassen. Um acht Uhr zu funktionieren, ist unmenschlich. Ich würde das Fach „Zukunft“ einführen und „Humor“. Geschichte würde ich etwas kürzen, denn die kann man nicht mehr ändern, aber die Zukunft schon. Ich würde den Unterricht in die Natur verlegen, weg von einem Kasten mit zwei Fenstern und weg von der Bürokratie. Es sollte ein Fach „Gefühle“ geben. Später sollten Dinge wie Steuererklärungen unterrichtet werden – Sachen, die man wirklich braucht. Im Fach „Zukunft“ ginge es auch darum, die eigenen Stärken herauszufinden, anstatt die doofe Frage zu beantworten: „Was willst du mal werden?“

„Kinder sollten in jungen Jahren gar kein Social Media machen“: Dikka

„Kinder sollten in jungen Jahren gar kein Social Media machen“: Dikka

© Charlotte Simon und Alexander Gellner

Was denkst du über Social Media für Kinder?

Die Dosis macht das Gift. Wenn man nur zombiehaft durchswipet, verliert man den Bezug zu sich selbst. Kinder sollten in jungen Jahren gar kein Social Media machen. Sie glauben alles, was sie dort sehen. Mädchen geraten oft in Krisen, weil sie denken, sie müssten wie ein Filter aussehen. Das zeigt ein falsches Bild von dem, was im Leben zählt. Social Media ist immer nur ein Schrei nach Liebe in Form von Likes. In der Realität sehen die Leute dann doch ganz normal aus, so als wenn sie gerade aus dem Bett aufstehen. Man sollte sich lieber auf Affirmationen konzentrieren: „Ich bin toll, wie ich bin.“ Wenn du dir sagst, dass du mutig und frech bist, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass es auch so eintritt.

„Stärke hat selten etwas mit Muskeln zu tun“

Was bedeutet Stärke für ein Nashorn?

Stärke bedeutet, in widrigen Situationen liebevoll zu sich selbst zu sein. Sie hat selten etwas mit Muskeln zu tun, außer man nutzt sie, um andere zu beschützen. Stärke ist, sich selbst liebzuhaben, egal was die Welt von einem hält – und für das einzustehen, was man für gerecht hält.

Wenn ein Kind dich fragt: „Wird alles gut, Dikka?“ – was antwortest du?

Dann antworte ich: Wenn wir zusammen dafür kämpfen, auf jeden Fall.

Am 4. und 5. Juli spielst du wieder riesig in der Uber-Arena.

Es ist für mich sehr emotional, in meiner Heimatstadt in der größten Indoor-Location zu spielen. Es kommen bestimmt hoffentlich wieder einige Freunde mit auf die Bühne. Es hat eine krasse Power, vor und mit so vielen Kindern zusammen die Lieder zu singen. Die Uber-Arena wird toll und bunt. Wir nutzen imaginäre Konfettikanonen, weil wir ein nachhaltiges Unternehmen sind und keinen Müll produzieren wollen. Die Kinder stellen das nicht infrage; sie nutzen ihre Fantasie für Bio-Fantasie-Konfettikanonen, Gartensprenger oder Zimmeraufräummaschinen. Wenn die Kanone explodiert, greifen alle in die Luft und stecken sich das Fantasie-Konfetti in die Hose oder ihren Eltern in die Nase und ins Ohr. Boah, ist das krass!

Bislang kamen deine neuen Platten im Jahrestakt. Da ist doch sicher 2026 auch etwas geplant?

Dieses Jahr wird es ein Winteralbum geben, weil es zu wenige coole Winterlieder gibt. Der Winter ist schließlich viel länger als die Weihnachtszeit und geht oft von Oktober bis Februar. Nicht nur in Berlin.

Wie erlebst du junge Menschen in Berlin heute? Oft heißt es, die Stadt werde immer aggressiver.

Ich erlebe die Kids heutzutage als extrem aufgeschlossen und neugierig. Und die Generation zwischen 15 und 25 ist sehr politisch aktiv, siehe Fridays for Future. Sie stehen für ihre Welt ein. Die Kids heute sind sogar modisch mutiger und viel freier als vor 15 Jahren, das freut mich sehr. Auch im deutschen Rap werden heute viel mehr Emotionen zugelassen als früher. Man muss nicht mehr so tun, als sei man jemand anderes.

Dikka live in der Uber-Arena. 4. und 5. Juli, 17 Uhr, VVK ab 49 Euro, Karten erhältlich im Ticketshop der Berliner Zeitung.

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