Man kann den epochalen Wandel, der sich im Wechsel der US-Präsidentschaft von Joe Biden zu Donald Trump manifestiert, nicht ernst genug nehmen. Joe Biden war das letzte Aufgebot des Kennedy-Amerika, eines Amerika, das beherrscht war vom Glauben an eine bessere Welt. Solches Sendungsbewusstsein war den USA nicht in die Wiege gelegt. Bis in den Ersten Weltkrieg hinein (und lange danach) war der amerikanische Blick auf die Welt isolationistisch geprägt. Erst der 28. Präsident Woodrow Wilson (amtierend 1913 bis 1921) führte die USA in ihr globales Jahrhundert.
Die geistigen Wurzeln des Schwenks lagen im Amerikanischen Bürgerkrieg nach 1861 und seinem Auslöser, der Sklaverei. Der Abolitionismus, also der Kampf gegen vermeintliche Eigentumsrechte am Menschen, war europäischen Ursprungs. Ohne die weltumspannende Hegemonie der europäischen Zivilisation im 19. Jahrhundert wäre die Sklaverei noch heute Usus; in Teilen Nordafrikas greift sie seit dem Schwinden des europäischen Einflusses wieder um sich.
USA
Donald Trump, Man of the New Year 2025, wird die Europäer das Fürchten lehren
Mit Trumps zweiter Präsidentschaft endet die gut hundertjährige Epoche des „europäischen Amerika“, eines Amerika mit dem Glauben an eine bessere Welt.
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Die Wahlentscheidung vom 5. November 2024 beschließt das Ende einer Epoche, die des „europäischen Amerikas“.
© Stefan Jeremiah/AP Photo
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