Geopolitik

Trump zum Zollkrieg: Wird zu „100 Prozent eine Einigung“ mit der EU geben

US-Präsident Donald Trump sagte beim Treffen mit Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, dass das erwartete Abkommen mit der EU fair sein wird.

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Donald Trump empfängt Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni im Weißen Haus.

Donald Trump empfängt Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni im Weißen Haus.

© Alex Brandon/AP/dpa

US-Präsident Donald Trump gibt sich im Zollstreit mit der Europäischen Union (EU) überzeugt, dass es zu „100 Prozent“ eine Einigung geben wird. Bei einem Mittagessen mit Italiens Premierministerin Georgia Meloni sagte Trump: „Ich rechne fest damit. Es wird ein faires Abkommen sein“, so der US-Präsident im Weißen Haus.

Eine Journalistin wollte wissen, was geschehen wird, wenn es am Ende der von ihm angesetzten 90-tägigen Pause nicht zu einer Einigung kommt. Trump reagierte auf die Frage selbstbewusst: „Was? Sie denken, es wird kein ... natürlich wird es ein Handelsabkommen geben“, sagte er. Die EU wolle „unbedingt“ einen Deal machen. Er fügte hinzu: „Wir werden kaum Probleme haben, mit Europa oder anderen Ländern ein Abkommen zu schließen. Denn wir haben etwas, das alle wollen“. Die Aussagen fanden vor dem Hintergrund statt, dass der Handelskrieg zwischen den USA und der EU eskalieren könnte.

Meloni will Trump nach Europa einladen

Meloni ist die erste europäische Staatschefin, die Trump trifft, seit dieser Anfang des Monats Zölle auf europäische Importe angekündigt hatte. Sie sagte, sie wolle Trump nach Italien einladen und Möglichkeiten ausloten, ein Treffen mit anderen Europäern zu organisieren. Ob Trump gewillt ist, dann EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zu treffen, ließ er auf Anfrage offen. Von der Leyen leitet im Namen der Mitgliedsländer die Zollverhandlungen. 

Die 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union sehen sich mit Einfuhrzöllen von 25 Prozent auf Stahl, Aluminium und Autos sowie umfassenderen Zöllen auf fast alle anderen Waren konfrontiert. Ziel von Trumps Politik ist es, Länder zu treffen, die seiner Meinung nach hohe Hürden für US-Importe errichten.

In der vergangenen Woche entschied Trump nach großen Turbulenzen an den Aktien- und Finanzmärkten überraschend, vielen Staaten - darunter auch die EU - 90 Tage lang eine Pause von bestimmten Zöllen zu gewähren. Dabei geht es um Strafabgaben, die sich am Handelsdefizit der jeweiligen Länder orientieren, ausgenommen ist China. Damit legte der US-Präsident einen Teil seines gewaltigen Zollpakets vorerst auf Eis. Die EU hatte ebenfalls angekündigt, geplante Gegenzölle auf US-Produkte vorerst für 90 Tage auszusetzen.

Trump: „Wir werden ein sehr gutes Abkommen mit China schließen“

Auf die Frage von Reportern, ob die USA sich Sorgen darüber macht, dass einige wichtige Verbündete sich China annähern könnten, antwortet Trump schlicht: „Nein. Niemand kann mit uns konkurrieren“. Auf die Frage eines Reporters, ob er zum Telefon greifen und Chinas Präsident Xi Jinping anrufen werde. „Ich denke, wir werden ein sehr gutes Abkommen mit China schließen.“ (mit dpa)

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