Geopolitik

Trumps Zollkrieg: China macht den USA eine Ansage

China fordert die USA auf, ihre zuvor erhöhten Zölle auf alle chinesische Waren aufzuheben. Falls Donald Trump dem nicht nachkommt, werde Peking auch weiterhin nicht verhandlungsbereit sein.

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China erhöht den Druck auf US-Präsident Donald Trump.

China erhöht den Druck auf US-Präsident Donald Trump.

© imago

Der Handelskrieg zwischen den USA und China verschärft sich offenbar weiter. Der neue „sehr nette“ Kurs gegenüber der Volksrepublik, den US-Präsident Donald Trump am Mittwoch ankündigte, ist für die chinesische Regierung nicht sanft genug. In einer der bisher deutlichsten Stellungnahmen Chinas zum Zollkrieg machte der Sprecher des Handelsministeriums, He Yadong, klar: Die USA müssen alle „einseitigen Zollmaßnahmen“ gegen China aufheben, „wenn sie das Problem wirklich lösen wollen“.

Wenige Stunden zuvor hatte China eine Darstellung von Trump zurückgewiesen, wonach beide Seiten im Handelsstreit in direktem Kontakt stünden. „Soweit ich weiß, hat es keinerlei Konsultationen oder Verhandlungen zwischen China und den Vereinigten Staaten in der Zollfrage gegeben – geschweige denn eine Einigung“, sagte ein Sprecher des Pekinger Außenministeriums auf Nachfrage einer Journalistin. Entsprechende Berichte seien „Fake News“, so der Sprecher weiter.

Trump sagte am Mittwoch auf die Frage einer Journalistin, ob es irgendeinen direkten Kontakt mit China gebe: „Ja, natürlich. Und jeden Tag, jeden Tag.“ US-Finanzminister Scott Bessent stellte daraufhin klar, dass die Verhandlungen mit China noch nicht begonnen haben. Bessent fügte hinzu, es bestehe aber die Chance auf einen „großen Deal“ zwischen den USA und China.

Trumps China-Zölle: Walmart, Target und Home Depot schlagen Alarm

Trump hatte den Handelskonflikt Anfang April durch die Erhebung von Sonderzöllen gegen zahlreiche Länder eskaliert. Später ordnete er eine 90-tägige Pause der Aufschläge an. Lediglich auf Produkte aus China gelten weiterhin Sonderzölle von bis zu 145 Prozent, auf einige wenige sogar bis zu 245 Prozent. Peking erhob im Gegenzug Zölle in Höhe von 125 Prozent auf Waren aus den USA.

Laut Berichten in den US-Medien erfolgte Trumps abrupter Kurswechsel in Bezug auf China nach einem privaten Treffen mit den Chefs von vier großen US-Einzelhandelsunternehmen. Die Chefs von Walmart, Target, Home Depot und Lowe’s hätten sich besorgt geäußert über die zunehmenden wirtschaftlichen Auswirkungen der Zollpolitik und die damit verbundene Unsicherheit auf den Finanzmärkten.

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