Dramatischer Rettungseinsatz gestern am Leipziger Völkerschlachtdenkmal: Feuerwehr und Rettungsdienste wurden gerufen, weil eine Touristin auf der Aussichtsplattform in 90 Metern Höhe gestürzt war. Die 65-Jährige erlitt einen Oberschenkelhalsbruch, konnte so nicht mehr selbstständig die steilen Treppen im Inneren des Monumentes herabsteigen.
Die verletzte Frau musste in einer Trage im Inneren des Denkmals abgeseilt werden.
© EHL Media/Erik-Holm Langhof
Die einzige Möglichkeit war Abseilen. Nach Angaben von Daniel Saalmann von den Höhenrettern der Feuerwehr Leipzig verschafften sich die Einsatzkräfte zunächst einen Überblick über die Lage. Rettungskräfte legten die Frau auf eine Vakuummatratze, mit einer Schleifkorbtrage. Nachdem sie zunächst eine Etage tiefer transportiert worden war, musste sie anschließend mit spezieller Seil- und Zugangstechnik im Inneren des 1913 eingeweihten Denkmals bis ins Erdgeschoss abgeseilt werden. Unten angekommen, kam die Patientin zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus.
Das Seil wurde, laut Feuerwehrsprecher, an einer Revisionsluke ganz oben am Völkerschlachtdenkmal befestigt. Dort haken sich manchmal auch Techniker und Handwerker für Reparaturarbeiten am „Völki“ ein.
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Im Inneren des Völkerschlachtdenkmals gibt es zwar auch Aufzüge - allerdings nicht bis ganz nach oben auf die Besucherterrasse. Der letzte Weg führt über eine steile, enge Treppe. Genau diese war für die Besucherin aber zum Verhängnis geworden.
Vorsichtig wurde die Patientin in einer Trage bis ins Erdgeschoss abgeseilt.
© EHL Media/Erik-Holm Langhof
Ein vergleichbarer Einsatz am Völkerschlachtdenkmal liegt nach Angaben der Feuerwehr bereits rund zehn Jahre zurück. Für die Höhenretter bot der Einsatz zugleich die Möglichkeit, die besonderen Gegebenheiten des Denkmals unter realen Bedingungen aufzufrischen. Die jahrelange Vorbereitung und Ausbildung für Einsätze an diesem außergewöhnlichen Objekt habe sich ausgezahlt, so Feuerwehrmann Daniel Saalmann.
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