Das Kunstjahr 2026

Vom DDR-Kind zur Biennale: Ostdeutsche Perspektiven

So einen Trio-Export gab es noch nie. Und die Staatlichen Museen Berlin präsentieren Brancusi, Dschingis Khan und den Designer Verner Panton.

6 Min

An diesem Ort wartet immer eine Gratwanderung. Der deutsche Pavillon der 1895 gegründeten Kunst-Biennale di Venezia in den Giardini der Lagunenstadt ist seit der NS-Zeit ein symbolisch extrem aufgeladenes Haus: 1938 verlangten Hitler und Konsorten großmächtige nationalsozialistische Baukunst. Das vormals elegante gründerzeitliche Gartenhaus bekam mächtige neoklassizistische Rechteck-Pfeiler, die Fassade den wuchtigen Schriftzug GERMANIA; das schlichte Parkett wurde durch Marmor ersetzt. Im monumentalen Ambiente empfing Hitler seinen faschistischen Kumpan Mussolini.

Werden Sie Teil des Ostablishments.

Sie haben bereits ein O+ Abo?

*