Silicon Saxony

Dresden baut erstes Flusswasserwerk für die Chipindustrie

Ab 2030 fließt Elbwasser zu den Halbleiter-Fabriken im Norden. Kosten: 300 Millionen Euro — die Hälfte zahlt der Steuerzahler.

4 Min
Großer Wasserdurst: Auch die kommende TSMC-Fabrik wird viel aus der Elbe schöpfen.

Großer Wasserdurst: Auch die kommende TSMC-Fabrik wird viel aus der Elbe schöpfen.

© Sylvio Dittrich/imago

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen stellte am Mittwoch in Brüssel den Chips Act 2.0 als Teil eines neuen Tech-Sovereignty-Pakets vor. Zur gleichen Stunde übergab SachsenEnergie-Vorstand Frank Brinkmann am Bootssteg des Dresdner Ruderclubs nahe der Flügelwegbrücke symbolisch die Spaten für Dresdens erstes Flusswasserwerk. „Europa muss bei zentralen Technologien unabhängiger werden“, sagte Heinrich Hünting vom sächsischen Wirtschaftsministerium beim Spatenstich. Die EU schafft den Rechtsrahmen, Sachsen die Infrastruktur: Ab Ende 2030 soll die Anlage die Halbleiterindustrie im Dresdner Norden mit aufbereitetem Elbwasser versorgen. Generalübernehmer ist Motive Infrastructure (Hochtief).

Werden Sie Teil des Ostablishments.

Sie haben bereits ein O+ Abo?

*