Dritter Anlauf

Sabine Deckwerth
2 Min

Die Nachfolge kommt nicht überraschend: Die 46-jährige Carola Bluhm (Linke) soll neue Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales werden. Der Landeschef der Linken, Klaus Lederer, nannte Bluhm eine "geeignete Nachfolgerin" von Heidi Knake-Werner, da Sozial- und Arbeitsmarktpolitik seit Langem ihre Arbeitsfelder in der Partei seien.Es ist nicht das erste Mal, dass Carola Bluhm für ein Senatorenamt im Gespräch ist. Bereits bei der Bildung des rot-roten Senats im Jahr 2002 konnte sie sich Hoffnung auf ein Amt als Sozialsenatorin machen. Doch dann musste sie zurückstehen: Sie war zu diesem Zeitpunkt mit Thomas Flierl liiert, und der wurde Kultur- und Wissenschaftssenator. Ein Paar aber wollte der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) nicht am Senatstisch haben.Im Jahr 2006 dann die nächste Chance. Diesmal wollte Bluhm nicht. Sie werde sich als Fraktionschefin ihrer Partei in die Politik einmischen, sagte sie damals. Kurz zuvor war sie mit großer Mehrheit zur Nachfolgerin von Fraktionschef Stefan Liebich gewählt worden.Bluhm wurde 1962 in Ost-Berlin geboren. Nach dem Abitur 1982 studierte sie Soziologie an der Humboldt-Uni. Nach ihrem Abschluss als Diplom-Soziologin arbeitete sie bis 1991 als wissenschaftliche Assistentin an der Hochschule für Ökonomie. Von 1982 bis 1990 war Bluhm SED-Mitglied, 1990 wurde sie Mitglied der PDS-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung. Ein Jahr später zog sie ins Abgeordnetenhaus ein. Als Bildungsexpertin hat sie maßgeblich das Linkspartei-Projekt der Gemeinschaftsschule entwickelt. Von 2001 bis 2006 war die zweifache Mutter stellvertretende Faktionschefin. Am 15. Oktober soll Carola Bluhm als Senatorin ernannt werden. (sd.)------------------------------Foto: Noch Fraktionschefin, bald Sozialsenatorin: Carola Bluhm.

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