Mehr als 50 Baustellen-Touren stehen auf dem Programm des dritten Schaustellen-Wochenendes. Schwerpunkte sind diesmal Besichtigungen der Bundesbauten und Rundgänge durch das Scheunenviertel.Rund 3 000 Besucher haben in den vergangenen zweieinhalb Wochen an den Führungen entlang der Baugruben teilgenommen, sagt Schaustellen-Sprecherin Bärbel Petersen. Die Renner dabei waren der Potsdamer und der Pariser Platz. Für diese Führungen gibt es auch am Sonnabend und Sonntag nur noch wenige Karten. Total ausverkauft waren bisher auch Rundgänge durch das Philip-Johnson-Haus am Checkpoint Charlie, über die debis-Baustelle sowie über die des Jüdischen Museums in Kreuzberg. "Großes Interesse zeigen die Berliner und ihre Gäste aber auch für die künftigen Regierungsbauten und den Lehrter Stadtbahnhof", erklärt Bärbel Petersen. Häufig gehe es nicht nur zu Fuß, sondern auch per Fahrrad oder mit dem Schiff bis an den Bauzaun: "Gerade Wasser-Touren werden oft gebucht."Weniger gefragt waren bisher allerdings Busfahrten zu den neuen Wissenschaftszentren der Hauptstadt.An diesem Wochenende steht das "magische Viertel Berlins", wie das Gebiet zwischen Alexanderplatz und Oranienburger Tor genannt wird, im Mittelpunkt. Es ist das älteste noch erhaltene Stadtviertel und steht unter Flächendenkmalschutz. Bei vier unterschiedlichen Rundgängen können die Besucher alles über die Spandauer Vorstadt erfahren."Wege in das Scheunenviertel" heißt eine rund zweieinhalbstündige Tour, die am Sonnabend um 15 Uhr beginnt. Treffpunkt ist im Durchgang zum Metropol-Theater, Friedrichstraße 100102. Karten kosten 15, ermäßigt 12 Mark.Bei der Erkundung des "heimlichen Zentrums" geht es um Stadtsanierung, Architektur und Kunst im Scheunenviertel. Start ist Sonnabend um 16 Uhr am Kino Babylon, Rosa-Luxemburg-Straße 30. Die Führung dauert dreieinhalb Stunden, Karten gibt es für 29 Mark.Zu einem Abendspaziergang lädt die Schaustelle am Sonnabend um 19.30 Uhr. Unter dem Motto "Spandauer Vorstadt und Scheunenviertel" geht die Tour (rund drei Stunden) vom Hackeschen Markt über die Oranienburger Straße, vorbei an der Neuen Synagoge. Interessenten treffen sich an der Straßenbahn-Haltestelle am Hackeschen Markt. Karten kosten 15, ermäßigt 12 Mark.Letzter Tip: Die Hackeschen Höfe. Sonnabend um 15 Uhr und Sonntag um 11 und 15 Uhr starten wieder Rundgänge vom Eingang in der Rosenthaler Straße 40/41 aus. Die Teilnahme an der etwa zweistündigen Tour kostet 15 Mark. In den 1909 im Jugendstil erbauten Höfen steigt an beiden Tagen außerdem ein großes Hoffest.mar
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