Corona-Impfungen

Drosten mahnt: Boostern im Kampf gegen Omikron unerlässlich

Der Berliner Virologe betrachtet Auffrischimpfungen als effektivste Waffe im Kampf gegen die Virusvariante. Diese werde Ende Januar in Deutschland dominieren.

Team News Mike Wilms dpa/mow
2 Min
Christian Drosten leitet das Institut für Virologie an der Charité Berlin (Archivbild).

Christian Drosten leitet das Institut für Virologie an der Charité Berlin (Archivbild).

© Imago/Jens Schicke

Mit Blick auf bisherige Beobachtungen, nach denen Omikron mutmaßlich mildere Krankheitsverläufe verursache, sagte Drosten: „Ich denke, man kann das inzwischen sagen, dass das so ist.“ Erhobene Daten wiesen darauf hin, dass bei Omikron-Infektionen ein kleinerer Anteil der Infizierten ins Krankenhaus müsse.

Drosten zu Omikron: Keine Entwarnung angebracht

Drosten verwies auf eine Studie des Imperial College London mit Stand kurz vor Weihnachten, nach der bei einer Omikron-Infektion das Hospitalisierungs-Risiko insgesamt um bis zu 30 Prozent geringer sei als bei der Delta-Variante. Bei doppelt Geimpften sinke das Risiko um 34 Prozent, bei Menschen mit Booster-Impfung sogar um 63 Prozent. Bei den Ungeimpften, die sich mit der Omikron-Variante infizieren, sinkt demnach dieses Risiko immerhin um 24 Prozent.

Das sei angesichts der „vielen Ungeimpften, die wir leider in Deutschland haben“, zwar eine gute Neuigkeit, so Drosten. Jedoch sei zwangsläufig mit ganz unterschiedlich schweren Verläufen zu rechnen und keine Entwarnung angebracht. Zudem zeige sich hier ganz deutlich der positive Effekt der Booster-Impfung: „Der Gewinn nicht geimpft zu zweifach geimpft ist nur zehn Prozent mehr, aber der Gewinn von zweifach geimpft zu dreifach geimpft ist dann fast eine Verdopplung.“

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Prognose: Omikron wird Ende Januar in Deutschland dominieren

Angesichts der raschen Ausbreitung von Omikron prognostizierte der Virologe, die Variante werde nun zügig „das Geschäft übernehmen“ und Ende Januar auch in Deutschland dominieren. Man gehe hierzulande derzeit von einer Verdopplungszeit der Omikron-Infektionszahlen von etwa vier Tagen aus.

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