Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt am Freitag vor heftigen Unwettern in Sachsen-Anhalt. Es kann regional zu kräftigem Schauern sowie örtlich mitunter zu schweren Gewitter mit Unwetterpotential kommen.
Dabei sind Starkregen mit bis zu 30 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit, Hagel und schwere Sturmböen mit bis zu 95 Kilometern pro Stunde kommen. Lokal eng begrenzt sind auch Starkregenmengen um oder über 40 Liter auf den Quadratmeter innerhalb einer oder weniger Stunden und einzelne orkanartige Böen bis 110 Kilometer pro Stunde möglich. In Teilen Sachsen-Anhalts gilt die Wetterwarnstufe 2, bzw. 3.
Unwetter-Warnung: Video zeigt Staubteufel
Parallel dazu verbreitet sich auf Instagram ein Video, das eine Kleintrombe in Sachsen-Anhalt zeigen soll. Solche Wirbel werden je nach Erscheinungsbild auch als Staubteufel, Heuteufel oder Sandtrombe bezeichnet.
Nach Angaben des DWD handelt es sich bei einer Kleintrombe um einen kleinräumigen, eng begrenzten Luftwirbel, der um seine vertikale Achse rotiert und dessen Höhenerstreckung auf die untersten Luftschichten beschränkt ist. Im Unterschied zu Großtromben wie Tornados bestehe kein direkter Zusammenhang mit konvektiver Bewölkung, erläuterte der Meteorologe Sebastian Altnau in einer Fachpublikation des Wetterdienstes. Während sich Tornados aus der Wolke nach unten entwickelten, bildeten sich Kleintromben vom Erdboden aus nach oben – häufig bei wolkenlosem Himmel.
Voraussetzung für die Entstehung sei in der Regel eine windschwache Wetterlage mit starker Sonneneinstrahlung. Prädestiniert seien trockene Sandflächen, Getreidefelder, felsige Südhänge oder auch Sportplätze mit Aschebelag. Durch die Erwärmung löse sich eine Thermikblase vom Boden, die durch Turbulenzen in Rotation versetzt werde. Erst durch aufgewirbelten Staub, Sand oder Blätter werde der Wirbel für Beobachter sichtbar.
Typischerweise hätten Staubteufel einen Durchmesser von weniger als 20 Metern und eine Lebensdauer von wenigen Sekunden bis Minuten, so der DWD. Die Windspitzen lägen im Durchschnitt bei rund 50 Stundenkilometern. In ariden Gebieten seien jedoch auch Exemplare mit Durchmessern von 100 bis 200 Metern und Geschwindigkeiten bis zu 120 Stundenkilometern beobachtet worden.
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