Der Anteil reiner Elektroautos an den Neuzulassungen ist im ersten Halbjahr bundesweit deutlich gestiegen. Doch das Interesse an batteriebetriebenen Fahrzeugen ist regional sehr unterschiedlich verteilt.
Elektroautos sind vor allem in den westlichen Bundesländern gefragt, während sie in weiten Teilen Ostdeutschlands sowie in Hamburg deutlich seltener neu zugelassen werden. Das geht aus Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) hervor. Bundesweit stieg der Anteil reiner Elektrofahrzeuge (BEV) an den PKW-Neuzulassungen im ersten Halbjahr auf 24,8 Prozent – nach 19,1 Prozent im Gesamtjahr 2025. Insgesamt wurden laut KBA 368.006 Elektro-PKW neu zugelassen, ein Plus von 48 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
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An der Spitze der Länderauswertung liegt Rheinland-Pfalz mit knapp 30 Prozent Elektroanteil, gefolgt von Schleswig-Holstein mit gut 29 und Baden-Württemberg mit gut 28 Prozent. Bremen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen erreichten Werte um 27 Prozent. Berlin kommt auf knapp 26 Prozent und liegt damit über dem Bundesdurchschnitt.
Unterhalb des Bundesschnitts folgen laut KBA das Saarland, Brandenburg und Bayern mit rund 24 Prozent sowie Hessen mit 21 Prozent. In Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen liegt der Anteil bei 20 Prozent, in Sachsen bei 19 und in Sachsen-Anhalt bei gut 18 Prozent. Schlusslicht ist Hamburg mit 16 Prozent.
VW führt bei deutschen Marken, Tesla stärkster Importeur
Bei den Herstellern verzeichnet VW mit 49.495 rein elektrischen Neuzulassungen die meisten Fahrzeuge unter den deutschen Marken, gefolgt von BMW mit 30.943 und Mercedes mit 26.133. Auf Seiten der Importeure liegt die VW-Tochter Skoda mit 36.654 Elektro-Pkw vor Tesla mit 28.857 und Seat mit 17.432.
Den größten prozentualen Zuwachs unter den deutschen Marken verzeichnet Smart mit einem Plus von 116,3 Prozent, gefolgt von Mercedes mit 81 Prozent und Mini mit 56,4 Prozent. Bei den Importeuren legten insbesondere die chinesischen Hersteller BYD (plus 315,2 Prozent) und Leapmotor (plus 306,4 Prozent) sowie Tesla (plus 224,6 Prozent) zu. Rückläufig entwickelten sich hingegen die Zulassungen der chinesischen Marken NIO (minus 87,6 Prozent), Maxus (minus 83,6 Prozent) und GWM (minus 98,7 Prozent).
Zum Aufschwung der Elektromobilität tragen laut Angaben aus der Deutschen Presse-Agentur ein erweitertes Modellangebot, die neue Bundesförderung sowie die hohen Kraftstoffpreise bei.
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