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Gesundheit

Ehec: Deutlicher Anstieg von Fällen in Berlin

Im Vergleich zu den letzten Jahren gibt es 2024 bereits deutlich mehr Fälle der Darmkrankheit in Berlin. Besonders für Kinder und alte Menschen kann sie gefährlich werden.

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In Berlin kam es in diesem Jahr zu einem deutlichen Anstieg an Ehec-Erkrankungen

In Berlin kam es in diesem Jahr zu einem deutlichen Anstieg an Ehec-Erkrankungen

© Guido Kirchner/dpa

In Berlin ist die Zahl der Darmkrankheit Ehec (Enterohämorrhagische Escherichia coli) in diesem Jahr deutlich angestiegen. Laut dem Wochenbericht des Landesamts für Gesundheit und Soziales (Lageso) gibt es in Berlin derzeit zwei Fälle, insgesamt waren es in diesem Jahr bereits 124. Diese Zahl liegt deutlich über dem Median von 80 der vergangenen Jahre. Im Jahr 2023 gab es im gesamten Jahr 98 Fälle. Im Jahr davor waren es noch 64.

Die meisten Ehec-Erkrankungen traten in diesem Jahr in Neukölln auf (16 Fälle). Darauf folgt Mitte mit 16 und Pankow mit 13. In Charlottenburg gab es bisher 12 Fälle, in Tempelhof-Schöneberg 11 Fälle. Kreuzberg, Lichtenberg und Treptow-Köpenick folgen mit 8 beziehungsweise 9 Fällen. In Reinickendorf gab es bisher 6 Fälle, in Spandau und Steglitz-Zehlendorf jeweils 5. 

Wie das Lageso der Berliner Zeitung auf Anfrage mitteilte, liegt der Grund für die höheren Fallzahlen in diesem Jahr hauptsächlich an einem „Ausbruchsgeschehen in der 28. bzw. 30. Meldewoche“. In zwei Bezirken seien mehr Fälle gemeldet worden. Dies werde als Teil eines bundesweiten Ausbruchsgeschehens gesehen, der im Zusammenhang mit dem Besuch eines Seminars steht, das Ende Juni in Mecklenburg-Vorpommern stattfand. An der Veranstaltung hätten rund 130 Personen teilgenommen, weitere Erkrankungsfälle aus anderen Bundesländern seien bekannt.

Kinder können schwer an Ehec erkranken

Hauptinfektionsquelle für Ehec bei Menschen sind laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) Wiederkäuer, vor allem Rinder, Schafe und Ziegen, aber auch Wildwiederkäuer (z.B. Rehe und Hirsche). Die Infektionen können auf vielfältige Art und Weise übertragen werden. Dabei handele es sich stets um die unbeabsichtigte orale Aufnahme von Fäkalspuren, wie beispielsweise bei Kontakt zu Wiederkäuern oder beim Verzehr kontaminierter Lebensmittel. Darüber hinaus könne Ehec auch durch kontaminiertes Wasser übertragen werden. Auch Mensch-zu-Mensch-Übertragungen seien ein bedeutender Übertragungsweg.

Zu den Symptomen einer Ehec-Erkrankung gehören Übelkeit, Erbrechen und zunehmende Bauchschmerzen. Bei bis zu 20 Prozent der Erkrankten entwickelt sich als schwere Verlaufsform eine hämorrhagische Kolitis mit krampfartigen Bauchschmerzen, blutigem Stuhl und teilweise Fieber. Besonders Säuglinge, alte Menschen und immungeschwächte Personen können schwer erkranken.

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