Der Bezirk bekommt eine Jugendfreizeiteinrichtung zusätzlich: Nach Wiedereröffnung der "Villa Pelikan" an der Hellersdorfer Straße wird das Ausweichquartier des Kinderclubs, das "Haus Pelikan" in der Luzinstraße, nicht geschlossen. Das teilte Jugendstadträtin Salomé Kirsten (PDS) mit. Im Mai 1997 waren die Pelikan-Mitarbeiter in die leer stehende Kindertragesstätte in der Nähe des U-Bahnhofes Neue Grottkauer Straße umgezogen, da in der im Jahre 1909 errichteten Villa umfangreiche Sanierungsarbeiten anstanden.Anfängliche Befürchtungen von Villa-Chefin Christiane Winzer, dass sie und ihre acht fest angestellten Mitarbeiter an dem etwas versteckt liegenden Standort zwischen Plattenbauten weniger Zuspruch hätten, haben sich sich nicht bewahrheitet. Im Gegenteil. "Etwa 200 Besucher kommen täglich", sagt Winzer. Und im Gegensatz zur "Villa Pelikan" liege das Alter der Besucher im "Haus Pelikan" deutlich höher. In der Ex-Kita bilden 14- bis 18-Jährige die Hauptgästegruppe. Ihnen stehen dort 38 Räume zu Verfügung, angeboten werden die verschiedensten Freizeitmöglickheiten, wie Billard oder Internet-Kurse. Die "Villa Pelikan", die an diesem Wochenende mit einem großen Fest wieder öffnet, habe dagegen mehr den Charakter eines Kinderclubs, sagt Winzer. Auch aus diesem Grunde habe man sich entschlossen, das "Haus Pelikan" für die Älteren offen zu halten, sagte Stadträtin Kirsten. Dazu werde das Gebäude an den freien Träger "Pelikan e. V." übergeben, der es künftig weiter betreiben werde. Wie viele Mitarbeiter in der Luzinstraße für die Jugendarbeit nötig sind und wie die Stellen fianziert werden können, werde gegenwärtig geprüft.
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