Protest

Eigene Demo am 20. November: Warum Bundesschülerkonferenz nicht mit „Gen Z regelt“ auf die Straße geht

Schülervertretung distanziert sich von „Gen Z regelt“: Hinter der Protestwelle am 31. Oktober stecke eine undurchsichtige Organisation, kritisiert Generalsekretärin Kirchhoff.

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Amy Kirchhoff (l), Generalsekretärin der Bundesschülerkonferenz, beim Deutschen Katholikentag mit Bundeskanzler Friedrich Merz

Amy Kirchhoff (l), Generalsekretärin der Bundesschülerkonferenz, beim Deutschen Katholikentag mit Bundeskanzler Friedrich Merz

© Matthias Schrader/AP Pool/dpa

Die Bundesschülerkonferenz hat eine eigene Demonstration für den 20. November in Berlin angekündigt – und sich zugleich von der Protestwelle am 31. Oktober abgegrenzt.

Generalsekretärin Amy Kirchhoff kündigte das Vorhaben in der Sendung „Frühstart“ von RTL und ntv an. Geplant sei ein Auftritt gemeinsam mit einem zivilgesellschaftlichen Bündnis.

Mitmachen sollen neben Schülerinnen und Schülern auch Lehrkräfte und weitere Jugendbewegungen. Ihre Zusage gegeben haben nach Angaben der Schülervertretung bereits die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, der Bundeselternrat und Fridays for Future.

Warum eine Generation „wütend“ ist

Kirchhoff beschreibt die Stimmung ihrer Altersgruppe als von Frust geprägt. Als Auslöser nennt sie mehrere Dauerthemen: Rente und Altersvorsorge, die Lage auf dem Arbeitsmarkt und die Zustände an den Schulen selbst.

Besonders der Schulalltag treibe viele um. Gebäude seien marode und kaputt, der Betrieb laufe nicht so, wie er sollte. Daraus speise sich ein Teil des Unmuts, den die Schülervertretung mit der Demonstration sichtbar machen will.

Streit um „Gen Z regelt“ und unklare Strukturen

Schon am Wochenende rückte die Bundesschülerkonferenz von der Initiative „Gen Z regelt“ ab. Kirchhoff verweist dabei auf undurchsichtige Organisationsstrukturen: Es sei nicht klar erkennbar, wer die Proteste tatsächlich trage. Diese Unsicherheit ist der zentrale Grund für die Distanz der Schülervertretung.

Inhaltlich gibt es dagegen Berührungspunkte. Friedliche Proteste und das Grundanliegen könne man unterstützen, so Kirchhoff. Die Wut, die Frustration und den Ruf nach mehr Geld vor allem für Bildung trage man ausdrücklich mit.

Proteste in rund 30 Städten am 31. Oktober

„Gen Z regelt“ ruft nach eigenen Angaben für den 31. Oktober zu Demonstrationen in rund 30 Städten auf. Junge Menschen sollen dort für mehr Klimaschutz, gegen steigende Lebenshaltungskosten und gegen die Wehrpflicht auf die Straße gehen. Gewalt lehnt die Initiative ausdrücklich ab.

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Der Blick ins Ausland erklärt die Nervosität. Bei vergleichbaren Protesten in Frankreich und anderen europäischen Ländern war es zu Krawallen gekommen. Umso stärker betont „Gen Z regelt“ den friedlichen Charakter der eigenen Aktionen. (mit dpa)

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