Eigenheime im Berliner Umland preiswert wie seit langem nicht

BLZ
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- Potentiellen Eigenheimbesitzern bieten sich derzeit günstige Kaufbedingungen wie seit langem nicht mehr. Nach Angaben des Landesverbandes Brandenburg des Verbandes Deutscher Makler sind die Preise für Einfamilienhäuser/Doppelhaushälften und Eigentumswohnungen heute bedeutend niedriger als noch vor fünf Jahren. "Seit 1994/95 sind die Preise um bis zu 30 Prozent zurückgegangen", schätzt Wulf Trende, stellvertretender Vorsitzender des VDM-Landesverbandes Brandenburg. So seien Eigenheime mit 125 Quadratmeter Wohnfläche und kleinem Grundstück heute für 348 000 Mark zu haben, Eigentumswohnungen kommen bis auf 3 800 Mark pro Quadratmeter. In Lagen mit billigeren Bodenpreisen könnte der Preis noch einmal um 20 000 Mark niedriger sein, "noch günstiger kriegt man es aber wohl nirgendwo", sagt Trende, der selbst als Immobilienmakler in Erkner arbeitet. Verantwortlich für diesen Preisrückgang macht der Makler vor allem das "gewaltige Angebot" an neu entstandenen Einfamilienhäusern in den zahlreichen Wohnparks rings um Berlin. Beispiele dafür seien Deutsch-Wusterhausen, Rüdersdorf, Woltersdorf, Schöneiche. Viele große Bauträger hätten Anfang der 90er Jahre die "Gunst der Stunde einer rechtzeitig erteilten Baugenehmigung genutzt" und seien auf den noch ungesättigten Markt vorgedrungen. "Wer damals gekauft hat, der hat eindeutig zu teuer gekauft", betont Trende. Viele dieser auf der grünen Wiese errichteten Wohnparks hätten heute zudem mit Vermietungsproblemen zu kämpfen. Wohnparks mit bis zu hundert Häusern würden "im Grunde nicht viel abwechslungsreicher wirken als die Plattenbauten in Marzahn", so Trendes Befund. Die Leute wollten dann einfach nur wieder weg, bei Wohnanlagen mit "einem Dutzend Häusern" sieht der Makler die Grenze für die Akzeptanz durch den Käufer. Gefragt seien deshalb heute "singuläre Bauten" in gewachsenen Strukturen und in Baulücken. Doch da das angesichts der erheblich höheren Bodenpreise keine preiswerten Bauten sind, dürfte solch ein Eigenheim für viele wohl nur ein Wunschtraum bleiben.Das Käuferinteresse konzentriere sich heute vor allem auf Potsdam und die westlichen und nördlichen Randgebiete Berlins. Viele Berliner, die im Umland wohnen wollen, versuchten möglichst in der Nähe ihrer ehemaligen Wohngegend zu bleiben, berichtet Wulf Trende. Deshalb seien die Gebiete um das ehemalige West-Berlin herum besonders gefragt. Im Interesse von mehr preiswertem Wohneigentum plädiert Trende "für so wenig Staat wie nötig" im immobilienwirtschaftlichen Bereich. Baugenehmigungen würden erst nach langen Wartezeiten erteilt, obwohl das Bauland schon gekauft sei. Vielerorts würde zudem durch bürokratische Vorschriften "Bauland künstlich verknappt", so daß attraktive Standorte für viele Bauwillige unbezahlbar blieben. Durch Nutzung von "Flächen zwischen den Siedlungsräumen" könnte zusätzliches Bauland von den Kommunen ausgewiesen werden. Das größere Angebot würde die Preise ermäßigen. Derzeit gleichen die Bodenpreise im flachen Land Brandenburg mitunter einer regelrechten Hochgebirgslandschaft. In den am meisten nachgefragten Wohngegenden ragen Potsdam, Kleinmachnow und Teltow mit Höchstpreisen empor. Kleinmachnow erzielt mit 590 Mark pro Quadratmeter Bauland einen Spitzenwert. In der Potsdamer Innenstadt muß man 1 400 Mark für den Quadratmeter bezahlen. In einigen Gemeinden der Randgebiete in der Uckermark und der Prignitz ist unerschlossenes Bauland extrem billig hier kostet der Quadratmeter nur zwischen fünf und neun Mark.

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