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Mobilität

„Ein Ärgernis, ganz klar“: So hat sich die höhere Steuer am BER ausgewirkt

Seit sechs Monaten gilt die neue Luftverkehrssteuer. Die Branche schlägt Alarm. Trotzdem steigt auch in Berlin die Zahl der Fluggäste weiter. Wie kann das sein?

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Passagiere am Flughafen BER in Schönefeld. Obwohl Fliegen immer teurer wird, nimmt auch am Hauptstadt-Flughafen der Verkehr zu. Experten warnen trotzdem vor negativen Entwicklungen. 

Passagiere am Flughafen BER in Schönefeld. Obwohl Fliegen immer teurer wird, nimmt auch am Hauptstadt-Flughafen der Verkehr zu. Experten warnen trotzdem vor negativen Entwicklungen. 

© Christoph Soeder/dpa

Es war ein Paukenschlag, der Reaktionen auslöste. Am 1. Mai, vor sechs Monaten, hat der Bund die Luftverkehrssteuer zum zweiten Mal in diesem Jahr erhöht – um 3,05 bis 13,92 Euro pro Fluggast. Nach einem halben Jahr ist Zeit für eine erste Bilanz. So ist das Fluggastaufkommen am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) trotz der Anhebung weiter gestiegen. „Die Steuer ist ein Ärgernis, ganz klar“, sagte der Luftfahrtexperte Heinrich Großbongardt der Berliner Zeitung. Sie sei aber nicht der einzige Grund dafür, dass der Airline-Standort Deutschland nach Corona nicht so gut auf die Beine gekommen ist wie andere Staaten. Es ist zu einfach, das nur mit der höheren Steuer zu begründen.

Schon seit 2011 müssen Fluggesellschaften in Deutschland für jeden Passagier eine Luftverkehrsabgabe zahlen – zusätzlich zu den anderen Steuern und Entgelten, etwa für die Flughafennutzung und die Sicherheitskontrollen. Wurden zu Beginn innerhalb Europas acht Euro pro Fluggast fällig, so sind es seit der Erhöhung im Mai 15,53 Euro. Für Mittelstrecken, etwa nach Saudi-Arabien, stieg die Steuer über die Jahre von 25 auf 39,34 Euro. Längere Strecken, etwa in die USA oder nach China, werden statt mit 45 nun mit 70,83 Euro besteuert. Sport- und Privatflieger bleiben weiterhin ausgenommen.

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