Erlösung komme nur durch Grenzüberschreitung, sagt Amichai Lau. Und wer könnte das besser wissen als er, der scheinbar unvereinbare Rollen in sich vereint: Er ist Rabbi, Dragqueen, Vater und Revolutionär. Zwanzig Jahre lang hat der Regisseur Sandi DuBowski den Sohn von Israels höchstem orthodoxen Rabbi für seinen Film „Sabbath Queen“ begleitet.
„Sabbath Queen“ ist das intime und faszinierende Portrait einer schillernden Persönlichkeit, gezeigt wird es bei der Dokumentale, dem zum zweiten Mal stattfindenden Berliner Dokumentarfilmfestival, es ist einer von mehr als 40 internationalen Dokumentarfilmen, die bis zum 22. Juni in verschiedenen Berliner Kinos laufen.
Aus Deutschland kommt etwa „Creativo Paradiso: A Creative Renaissance“, dessen Regisseur Hermann Vaske die Schauspielerin Lilith Stangenberg und den Musiker Blixa Bargeld bei Treffen mit anderen Künstlerinnen und Künstlern begleitet. Aus Mexiko gibt es einen Film über den bedrohten Lebensraum karibischer Flamingos: „Flamingos: Life after the Meteorite“. In dem amerikanischen Film „Jack and Sam“ treffen sich zwei Holocaust-Überlebende nach 80 Jahren wieder. Das vollständige Programm findet sich auf der Website der Dokumentale, die sich gerade in Doxumentale umbenannt hat, da ein „großer Player der deutschen Kulturlandschaft“ in dem Namen eine zu große Ähnlichkeit zur eigenen Marke sieht, wie das Festival mitteilte.
Zwei Freikarten für„ Sabbath Queen“ im Freiluftkino Kreuzberg
Für Leser der Berliner Zeitung gibt es für die Vorstellung am 16. Juni Freikarten für „Sabbath Queen“. Wer über diesen Link ein B+-Abonnement abschließt (drei Monate für jeweils zwei Euro), bekommt – solange der Vorrat reicht – jeweils zwei Karten. Gezeigt wird der Film an diesem Tag im Freiluftkino Kreuzberg, eines der schönsten Freiluftkinos Berlins, steht die Leinwand doch im grünen Hof des Kunstquartiers Bethanien – ein urbaner und geschichtsträchtiger Ort direkt am Mariannenplatz. Wer früh kommt, erwischt vielleicht sogar einen Liegestuhl.
Mehr zum Film: Als junger Mann entfloh Amichai Lau seiner Herkunft nach New York, wo er als Dragqueen auftrat, ein schwuler Vater wurde und eine inklusive Künstlergruppe initiierte. Doch je älter er wurde, desto mehr zog es ihn zurück zu seinen religiösen Wurzeln. Der Regisseur Sandi Simcha DuBowski stammt aus Broooklyn und wuchs selbst in einem konservativen jüdischen Umfeld auf. Er hat sich bereits mehrmals mit dem Spannungsfeld zwischen Homosexualität und Religon befasst.
Wer über diesen Link ein B+-Abonnement abschließt (drei Monate für jeweils zwei Euro), bekommt – solange der Vorrat reicht – zwei Karten für eine Vorstellung von „Sabbath Queen“ (104 Min., engl. Untertitel) im Freiluftkino Kreuzberg geschenkt: Die Veranstaltung findet am 16. Juni um 21. 45 Uhr statt. Nach dem Film gibt es ein Q&A mit dem Protagonisten Amichai Lau und dem Regisseur Sandi DuBowski.
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