Eine Zugreise, die nicht auf Schienen, sondern auf dem Wasser beginnt: Unter der Morgensonne gleitet ein Wassertaxi durch die Kanäle der venezianischen Lagune, vorbei an den Kuppeln und den vom Wasser umspülten Fassaden. Die Piazza San Marco hinter sich lassend, geht es hinaus zur Insel Giudecca, an deren Rand das Hotel Cipriani liegt.
Errichtet 1958 von Giuseppe Cipriani, dem Erfinder des Bellini und dem Gründer der legendären Harry’s Bar, die schon Ernest Hemingway und F. Scott Fitzgerald mit Drinks versorgte, ist es seit Jahrzehnten eine Institution der venezianischen Hotellerie: das temporäre Zuhause der Stars beim Filmfest von Venedig, der Kunstbegeisterten zur Biennale, aber auch all jener, die von April bis September in einem Venedig abseits des Stadttrubels unterkommen oder von hier aus eine ganz besondere Zugreise antreten möchten.
Von der Dior Bar und dem Restaurant Cip’s Club des Hotels blickt man über das Wasser auf die nur eine kurze Bootsfahrt entfernte Silhouette der Stadt, während Kellner die zur Saison passenden Erdbeer-Bellinis sowie den Fischfang des Tages servieren. Oder man läuft durch den Garten Casanova und schwimmt Bahnen im erwärmten Salzwasser des Pools, der aufgrund einer baulichen Verwechslung von Meter und Fuß – und zum großen Glück der Gäste – mit Abstand der größte Venedigs ist.
Reisen
Purer Luxus auf Schienen: Mit dem Orient-Express von Venedig nach Paris
Es ist wohl die einzige Zugfahrt, bei der man sich insgeheim eine Verspätung wünscht: Was eine Reise im legendären Orient-Express bis heute so besonders macht.
Larissa Smurago
6 Min
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Poliertes Holz, Messingbeschläge und Art-déco-Details verleihen den Kabinen des Orient-Express jene zeitlose Eleganz.
© Giuseppe Lami/Imago
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