Es hätte ein Tag der großen sicherheitspolitischen Weichenstellungen werden können. Stattdessen dominierte in der Bundespressekonferenz an diesem Mittwoch ein Tweet aus dem Kanzleramt die Aufmerksamkeit – und offenbarte, wie schnell selbst eine minutiös vorbereitete Regierungskommunikation ins Straucheln geraten kann. Zwischen Reserve-Stärkungsgesetz, Bundeswehr-Infrastruktur-Beschleunigungsgesetz und den Nachwehen des deutschen WM-Ausscheidens gegen Paraguay bot die Sitzung ein Panoptikum jener Themen, die diese Bundesregierung derzeit umtreiben – und mitunter überfordern.
UPDATE
Bundespressekonferenz
Ein verunglückter WM-Tweet und eine neue Wehrpflicht-Debatte: Die Regierung im Erklärungsnotstand
Während Berlin über einen missglückten WM-Tweet des Kanzlers diskutiert, wächst an anderer Stelle ein viel größerer Konflikt: Reservedienst bis zum Rentenalter.
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Vize-Regierungssprecher Hille und der Sprecher des Auswärtigen Amtes, Josef Hinterseher: Tweet zum WM-Aus und „verpflichtende Heranziehung von Reservisten“ bestimmten die Regierungspressekonferenz.
© Achille Abboud/imago
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