Herthas Manager Dieter Hoeneß will sein Haus in Schmargendorf künftig besser überwachen lassen. Er schloss am Montag nicht aus, dass künftig ein Wachschutzunternehmen für die Sicherheit seiner Villa im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf sorgen wird. Die Familie Hoeneß machte in den Kitzbüheler Alpen Ferien, als unbekannte Täter in der Nacht zum ersten Weihnachtsfeiertag in das Berliner Haus der Familie einbrachen. Die Diebe stahlen dem ehemaligen Nationalspieler und seinen Angehörigen einen silberfarbenen Porsche, den A-Klasse-Mercedes seiner Frau, Pelzmäntel, Schmuck und die meisten Andenken an Hoeneß Fußballerkarriere. Nur die WM-Münze von den Spielen in Mexiko 1986, als Deutschland mit Dieter Hoeneß im Finale gegen Argentinien mit 2:3 unterlag, sei ihm geblie- ben. Selbst den Heizungskeller durchwühlten die Täter. Sie stellten das Haus bis auf die letzte Schublade auf den Kopf. Zuvor hatten sie die Alarmanlage ausgeschaltet und das Telefon lahm gelegt. Der Schaden beträgt mehrere hunderttausend Mark. "Wir waren total geschockt", sagte Hoeneß über die Reaktion seiner Familie auf den Einbruch. Es sei ein schlimmer Eingriff in die Intimsphäre gewesen, sagte er. Die erste Nacht nach der Rückkehr nach Berlin habe die Familie im Hotel verbracht, so schlimm sei der Zustand des Hauses gewesen. Mindestens ebenso groß wie der materielle Schaden sei der persönliche Verlust. Unter dem geraubten Schmuck befanden sich Erbstücke von Hoeneß Mutter, die erst vor kurzem in seinen Besitz gekommen waren. "Wir hoffen, dass wir uns schnell mit der Versicherung einig werden und dass wir bald zum normalen Leben zurückkehren können", sagte Hoeneß am Montag, einen Tag nach seinem 48. Geburtstag. Er habe unter anderem erwogen, umzuziehen, damit die Familie den Schock über das Eindringen Fremder in ihre Privaträume besser verwinden könne, habe dann aber davon Abstand genommen.Eine organisierte Bande Die Polizei habe dem Hertha-Manager mitgeteilt, dass vermutlich Profis hinter der Tat stünden. "Das war eine organisierte Bande", sagte Hoeneß. Die Täter seien so dreist gewesen, dass sie in aller Ruhe einen Wagen beiseite fuhren, der das Ausparken des Porsches und des Mercedes-Pkw verhindert hatte. Bislang hätten die Ermittlungen der Kripo nicht viel ergeben. Eine Belohnung für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen könnten, will Hoeneß vorläufig nicht aussetzen. (lo.)"Wir wollen schnell zum normalen Leben zurückkehren. " Dieter Hoeneß JÜRGEN ENGLER
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