Brutal Berlin

Eine Nacht in der Notaufnahme der Charité – und was ich dort erlebt habe

Unsere Autorin verbrachte eine Nacht in der Notaufnahme der Berliner Charité. Über Schmerzen, langes Warten – und die Menschlichkeit mitten im Chaos.

Ellen Schuldes
Ellen Schuldes
6 Min
„Aus dem Augenwinkel sehe ich einen Mann, der sich ununterbrochen vor- und zurückwiegt. Ganz langsam. Als würde sein Körper versuchen, die Schmerzen rauszuschaukeln.“

„Aus dem Augenwinkel sehe ich einen Mann, der sich ununterbrochen vor- und zurückwiegt. Ganz langsam. Als würde sein Körper versuchen, die Schmerzen rauszuschaukeln.“

© Fotoillustration: Berliner Zeitung am Wochenende. Fotos: Imago

Meine Stirn ist heiß, meine Hände schwitzen und mein Bauch zieht sich krampfartig zusammen. Es geht mir nicht gut, und ich weiß nicht, was es ist. Und doch wehre ich mich dagegen, irgendwo hinzufahren. Stundenlang rede ich mir ein, dass es mit der Zeit schon wieder besser wird. Gegen 23 Uhr reicht mein Trotz dann jedoch nicht mehr aus – und ich steige ins Auto.

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