Russland

Eingefrorene Reserven: Euroclear scheitert in Moskau an 200-Milliarden-Euro-Urteil

Russlands Zentralbank hat erneut vor Gericht gegen Euroclear gewonnen. Der belgische Finanzdienstleister erkennt die Zuständigkeit der russischen Justiz nicht an.

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Das Gebäude des Schiedsgerichts in Moskau, wo bereits im Januar 2026 eine frühere Anhörung im Rahmen der Klage der russischen Zentralbank gegen Euroclear stattfand.

Das Gebäude des Schiedsgerichts in Moskau, wo bereits im Januar 2026 eine frühere Anhörung im Rahmen der Klage der russischen Zentralbank gegen Euroclear stattfand.

© Yuri Kochetkov/IMAGO

Euroclear hat im Streit um eingefrorene russische Zentralbankreserven eine weitere Niederlage vor einem russischen Gericht erlitten. Das Wirtschaftsgericht des Moskauer Bezirks hat am Donnerstag die Kassationsbeschwerde des belgischen Wertpapierverwahrers gegen ein Urteil über rund 200 Milliarden Euro zurückgewiesen. Das berichtet die russische Justiznachrichtenagentur RAPSI unter Berufung auf das Gericht. Damit bleibt die Entscheidung zugunsten der Bank von Russland bestehen. 

Die russische Zentralbank hatte Euroclear im Dezember 2025 verklagt. Sie begründet ihre Forderung damit, seit dem 28. Februar 2022 nicht mehr über dort verwahrte Gelder, Wertpapiere und deren Erträge verfügen zu können. Die Blockierung beruht auf Sanktionen, die nach Russlands groß angelegtem Angriff auf die Ukraine verhängt wurden.

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