Am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, ist wieder von ihrem Glück, ihrer historischen Größe und den vollbrachten Aufbauleistungen die Rede. Das ist alles richtig. Denn die Wiedervereinigung hat den Ostdeutschen Freiheit und neue Möglichkeiten gebracht. Sie hat Städte verändert, Landstriche saniert, Verkehrswege erneuert, Unternehmen entstehen lassen und Biografien geöffnet. All das kann man am 3. Oktober feiern. Aber es gibt auch Schattenseiten, Dinge, die nicht geglückt sind. Den Blick ausschließlich darauf zu richten, würde der Lebenswirklichkeit aber ebenso wenig gerecht.
Editorial
Einheit braucht Chancen, keine Festreden
Festreden reichen nicht: Der Tag der Deutschen Einheit muss auch fragen, warum Ostdeutsche noch immer mit schlechteren Startbedingungen leben.
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Tag der Deutschen Einheit: Die Ost-West-Unterschiede sind hartnäckiger als gedacht.
© Christian Ohde/imago
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