Einsamkeit

Einsamkeit in Berlin: „Das Besondere ist das Gefühl der Hilflosigkeit“

Obwohl Berliner umringt sind von anderen Menschen, sind sie oft einsam. Wie geht man damit um und wie beugt man Einsamkeit vor? Ein Gespräch mit einer Einsamkeitsbegleitung.

6 Min
Obwohl man in Berlin selten allein ist, sind viele Menschen in der Großstadt einsam.

Obwohl man in Berlin selten allein ist, sind viele Menschen in der Großstadt einsam.

© Roshanak Amini für Berliner Zeitung

Trotz vier Millionen Nachbarinnen und Nachbarn sind die Menschen in Berlin einsam. Die Pandemie hatte die Einsamkeit maßgeblich verstärkt. Zuletzt sind die Zahlen von Menschen, die sich einsam fühlen, zwar zurückgegangen. Doch noch immer beklagen mehr Menschen, einsam zu sein, als vor den Zeiten von Quarantäne und Zwei-Meter-Abstandsgeboten. Etwa jede zehnte Person in Berlin beklagt, einsam zu sein, heißt es auf der Webseite der Einsamkeitsbeauftragten im Bezirk Reinickendorf.

Die Gründe für Einsamkeit gestalten sich ganz unterschiedlich und sind gerade bei älteren Menschen vielfältig: In manchen Fällen ist der Lebensgefährte verstorben, die Kinder und Enkel leben in anderen Städten, und bei vielen ist die Mobilität eingeschränkt und damit auch die Möglichkeit, aktiv am sozialen Leben teilzunehmen. Der evangelische Kirchenkreis in Charlottenburg-Wilmersdorf hat dafür ein Ehrenamtsprojekt ins Leben gerufen: die Einsamkeitsbegleitung. Wie hilft man Menschen aus der Einsamkeit raus? Ein Gespräch mit der Projektleiterin Ulrike Reuter und der Freiwilligen, Ingrid, die hier nur mit Vornamen genannt werden möchte.

Werden Sie Teil des Ostablishments.

Sie haben bereits ein O+ Abo?

*