Der Krankenhausplan sieht vor, dass bis zum Jahre 2004 in allen Berliner Krankenhäusern mehr als 4 000 Betten gestrichen werden. Insgesamt 2 884 Betten sollen allein in diesem Jahr abgebaut werden, die Hälfte davon in städtischen Krankenhäusern. Im Einzelnen ist folgendes geplant: Einige Krankenhäuser sollen geschlossen oder verlagert werden, darunter das Oskar-Helene-Heim. Das Krankenhaus Moabit soll in spätestens zwei Jahren einen neuen Träger bekommen. Der Senat hat dafür das Jüdische Krankenhaus oder das DRK-Krankenhaus Mark Brandenburg vorgeschlagen. Rund 750 Millionen Mark sollen so eingespart werden, um die immens hohen Krankenhauskosten zu reduzieren. Der Senat beschloss ein Konzept zum Personalabbau. Demnach werden bis 2004 in den städtischen Krankenhäusern insgesamt mehr als 4700 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz verlieren. Für den sozialverträglichen Abbau der Mitarbeiter in den städtischen Häusern sind nach Berechnungen der Gesundheitsverwaltung 374 Millionen Mark notwendig. Rund 160 Millionen Mark werden benötigt, damit Beschäftigten bei freiwilligem Ausscheiden Abfindungen gezahlt werden können. Der Senat stellt rund 214 Millionen Mark dafür bereit, wenn Beschäftigte nicht freiwillig ausscheiden. Dann können sie laut Konzept in den Kliniken weiterarbeiten. Die meisten Arbeitsplätze in den Krankenhäusern sollen bereits in diesem Jahr abgebaut werden. Nach Berechnungen der Gesundheitsverwaltung betrifft das mehr als 2 500 Mitarbeiter. Darunter sind mehr als 900 Pflegekräfte, über 380 Beschäftigte aus dem medizinisch-technischen Dienst sowie über 300 Mediziner.
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]