Ein Tor war schöner als das andere beim 9:0-Erfolg der Fußballer von Eintracht Königs Wusterhausen über Germania Storkow. Der Zweite der Spreeliga aus dem Nachbarkreis, nicht in stärkster Besetzung angetreten, ging im Angriffswirbel der Gastgeber unter.Die gut 75 Zuschauer auf dem Sportplatz in Zeesen waren von ihrer Eintracht-Elf begeistert. So wünschen sie sich das Team immer, denn es bot gute Kombinationen am Fließband. Man muß allerdings berücksichtigen, daß der Kontrahent dies auch zuließ. Besonders in der Abwehr war er schlicht überfordert.Es ist zu hoffen, daß die Schützlinge von Lutz Mecklenburg diese Leistung nicht nur bei schönem Wetter anbieten. 14 Tage zuvor beim Turnier in Reichenwalde unterlag Eintracht bei verkürzter Spieltag Germania Storkow noch mit 0:1. Die KWer waren da optisch überlegen, kassierten durch eine Unaufmerksamkeit in der Abwehr aber einen Kopfball-Gegentreffer. Da regnete es in Strömen und die Aktiven standen bis zu den Knöcheln im Schlamm.Ganz so schlimm war es beim Testspiel in Schenkendorf zwei Tage vor dem Germania-Gastspiel nicht. Doch es goß zumindest in den ersten 45 Minuten wie aus Gießkannen und in der Wasserflut versank manch gutgemeinte Aktion. Eintracht erwischte zwar einen Traumstart, denn nach einem schönen Solo auf der linken Seite paßte Michael Ziemke exakt nach innen und Spielführer Sven Schloddarick schob den Ball unhaltbar für den guten Heiko Wiechert ins Schenkendorfer Gehäuse (2.).Der Gastgeber, der seinen ersten Test bestritt, war davon aber nicht geschockt. Er hielt kämpferisch und läuferisch erstaunlich gut mit und besaß auch durch Jürgen Bergmann und Brain Schuster gute Tormöglichkeiten. Bei der größten rettete Jan Belger für KW per Kopf auf der Torlinie (77.). Zuvor hatte Stefan Schmollack - nicht ganz regulär, denn erst hätte man bei einem Foul und dann Abseits pfeifen können - den 2:0-Endstand erzielt (70.)."Bei diesem Vergleich waren die Spieler allerdings auch völlig breit", erklärte Co-Trainer Frank Schulze. "Wir absolvierten am Dienstag ein hartes Training. Da waren die Muskeln zwei Tage später verständlicherweise noch fest. Heute sah alles viel lockerer und gelöster aus."Gegen Germania geriet Eintracht-Schlußmann Uwe Schulz kein einziges Mal richtig in Bedrängnis. Von Anfang an bestimmte der Gastgeber in Zeesen das Geschehen. Den Torreigen eröffnete in der 9. Minute Kristian Lamprecht. Das 2:0 erzielte der gute Andre Hollo. Er nahm dem Germania-Libero den Ball ab, umkurvte auch noch den Torhüter und schob den Ball ganz ruhig ins Netz (17.). Nun spielte KW Germania schwindlig. Nach einem doppelten Doppelpaß zwischen Schloddarick und Sergej Alber traf der Kapitän zum 3:0 (21.). Marek Wawzyniak (29.) und erneut Schloddarick (37.) mit einem schönen Heber über den Torwart ins Eck sorgten für das 5:0 zur Pause.Während Trainer Mecklenburg gegen Schenkendorf neun Spieler wechselte und nur Torwart Schulz und Alber durchspielten, kamen in der zweiten Halbzeit diesmal Marcel Voigt, Marco Däfler, Jörg Mehlow, Uwe Kaatsch und Michael Ziemke. Der vergab nach 20 Sekunden seine erste Chance, traf erst bei seinem vierten "Riesen" zum 7:0 (81.). Zuvor hatte Stefan Schmollack mit einem schönen Fernschuß das 6:0 geschafft (74.). Der mit ihm aus Bestensee gekommene Alber stellte mit zwei Treffern (83./86.) den 9:0-Endstand her. +++
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