Aufgrund eines technischen Defekts musste der Eisbrecher „Neuwerk“ des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts Ostsee (WSA) seine Arbeit vor der Küste Rügens einstellen. Wie die Behörde auf Anfrage der dpa mitteilte, wurde das Mehrzweckschiff am vergangenen Freitag in den Hafen Mukran zurückgeführt, wo nun ein Spezialist den Schaden begutachtet. Nähere Details zur Art des Defekts nannte das Amt bisher nicht.
Die „Neuwerk“ war bislang für das Freihalten der Fahrrinne zum Flüssigerdgas-Importterminal in Mukran von Eis verantwortlich. Vor der Küste Rügens behindert derzeit Treibeis die Schifffahrt, was insbesondere die Anfahrt von Frachtschiffen zum Terminal erschwert. Bis zur Wiederinbetriebnahme des Eisbrechers übernimmt der gecharterte Schlepper „VB Bremen Fighter“ vorläufig die Aufgabe, die Fahrrinne vor dem Hafen passierbar zu machen,
„Neuwerk“ soll wieder eingesetzt werden
Die Sicherstellung der Erreichbarkeit des Flüssigerdgas-Importterminals in Mukran hat insbesondere in den Wintermonaten eine hohe Priorität. Das Terminal spielt eine zentrale Rolle bei der Versorgung Deutschlands mit Flüssigerdgas (LNG), das seit der sanktionsbedingten Energiekrise verstärkt als Ersatz für russisches Erdgas genutzt wird.
Eisbrecher wie die „Neuwerk“ sollen gewährleisten, dass die Fahrrinnen auch bei schwierigen Wetterbedingungen schiffbar bleiben und die Energieversorgung nicht ins Stocken gerät. Der Ausfall des Schiffes stellt daher eine besondere Herausforderung dar, weshalb der Einsatz von Ersatzfahrzeugen wie dem Schlepper „VB Bremen Fighter“ nun entscheidend ist. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt betonte, dass die „Neuwerk“ nach der Behebung des Schadens wieder in ihren regulären Einsatz zurückkehren soll. Ein genauer Zeitplan für die Reparaturen steht jedoch noch aus.
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