Der Unmut in der CDU über Parteichef und Kanzler Friedrich Merz erreicht eine neue Stufe: Die CDU-Landtagsfraktion in Rheinland-Pfalz hat einen bereits terminierten Besuch im Kanzleramt kurzfristig abgesagt, wie der „Machtwechsel“ Podcast berichtet. In einem scharf formulierten Schreiben begründet die Fraktion den Schritt mit einem gestörten Verhältnis zur Parteispitze.
„Ein persönlicher Austausch (...) setzt aus unserer Sicht ein Mindestmaß an gegenseitigem Vertrauen und Wertschätzung voraus, was durch die aktuelle Situation so leider nicht gegeben ist“, heißt es in dem Brief der Fraktion an das Kanzleramt.
Die Absage ist ein bislang in dieser Form nicht dagewesenes Signal aus den eigenen Reihen an den CDU-Vorsitzenden. Dass eine Landtagsfraktion einen bereits vereinbarten Termin beim eigenen Parteichef im Kanzleramt platzen lässt und dies zudem mit fehlendem Vertrauen begründet, markiert eine deutliche Zuspitzung des innerparteilichen Konflikts.
Merz äußert sich
Auf das Thema angesprochen, äußert sich der Bundeskanzler: „Gehe davon aus, dass sich die Wogen bis zu den Landtagswahlen geglättet haben. Da gibt es in diesem Landesverband eine Verständliche Aufregung.“ Er werde das erläutern und mit den Kollegen aus Rheinland-Pfalz und auch Patrick Schnieder besprechen.
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