Elektroautos stehen einen großen Teil des Tages ungenutzt herum. In ihren Batterien steckt dabei etwas, das für die Energiewende immer wertvoller wird: Speicherkapazität. Künftig sollen diese Akkus stärker genutzt werden können, um Strom dann aufzunehmen, wenn viel davon vorhanden und der Preis niedrig ist – und ihn später wieder ins Haus oder ins öffentliche Netz abzugeben.
Die Bundesnetzagentur hat dazu am Donnerstag neue Regeln für die „Marktintegration von Speichern und Ladepunkten“, kurz MiSpeL, beschlossen. Sie sollen bisherige Hürden beseitigen, die eine flexible Nutzung von Heimspeichern und Elektroautos erschwert haben.
Bislang musste insbesondere geförderter Ökostrom, etwa aus einer Photovoltaikanlage, streng von Strom aus dem Netz getrennt werden. Speicher, die beide Stromarten aufnahmen, konnten ihre EEG-Förderung nicht ohne Weiteres behalten.
Sogenannte bidirektionale Ladepunkte – also Ladestationen, über die ein Elektroauto nicht nur Strom aufnehmen, sondern auch wieder ins Haus oder ins Netz abgeben kann – waren bei dieser bisherigen Regelung sogar ausgeschlossen. Mit MiSpeL eröffnet die Netzagentur nun zwei zusätzliche Modelle, die diese Trennung überwinden sollen.
Mobilität
Bundesnetzagentur macht Weg frei: Diese Elektroautos taugen jetzt als Stromspeicher
Neue Regeln der Bundesnetzagentur machen E-Autos zu Stromspeichern. Welche Modelle können das, was bringt es Autofahrern – und wie stark leidet die Batterie?
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Ein E-Auto ist per Ladekabel an eine Ladesäule angeschlossen. Künftig kann der Strom aus dem Fahrzeug zurück ins Netz fließen.
© imago/imageBROKER/Jan Tepass
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