Potsdam. Der Verein Opferperspektive hat 2012 landesweit 95 Gewalttaten mit rechtsextremistischem Motiv registriert. Das ist ein Anstieg um fast zwölf Prozent gegenüber dem Jahr davor. Erneut waren die Täter in Südbrandenburg besonders aktiv, Cottbus und Spree-Neiße gelten seit Jahren als Schwerpunkt rechter Gewalt. Wie die Beratungsstelle am Dienstag in Potsdam mitteilte, richteten sich die Straftaten gegen 146 Personen, es gab 60 Körperverletzungen, 23 versuchte Körperverletzungen und Bedrohungen, fünf Raubdelikte, drei Brandstiftungen und vier Sachbeschädigungen. In 46 der 95 Fälle wurden Flüchtlinge angegriffen, 31 Angriffe richteten sich gegen gegnerische politische Aktivisten etwa der Antifa, 15 gegen alternative Jugendliche wie Punks oder HipHopper, zwei Mal wurden Obdachlose angegriffen und ein Mal war Hass auf Homosexuelle das Tatmotiv. (bla.)
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