Südafrika

Massaker in Township bei Durban: Elf Menschen in Wohnhaus erschossen

Bewaffnete stürmen ein Wohnhaus südlich von Durban und eröffnen das Feuer auf 14 Menschen. Unter den elf Todesopfern ist auch eine Schwangere.

Peter Steiniger
Peter Steiniger
2 Min
Die südafrikanische Polizei fahndet nach dem Angriff auf ein Wohnhaus bei Durban nach mehreren Tatverdächtigen.

Die südafrikanische Polizei fahndet nach dem Angriff auf ein Wohnhaus bei Durban nach mehreren Tatverdächtigen.

© Kristin Palitza/dpa

Bei einem Angriff auf ein Wohnhaus im Township KwaMakhutha südlich der südafrikanischen Küstenstadt Durban sind elf Menschen getötet worden. Das teilte der Regierungschef der Provinz KwaZulu-Natal, Thamsanqa Ntuli, der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch mit. Unter den Todesopfern sei eine schwangere Frau. Drei weitere Menschen wurden nach Polizeiangaben verletzt.

Nach Darstellung der Polizei drangen am späten Dienstagabend mindestens drei bewaffnete Männer in ein Haus im Ortsteil Ziko ein, in dem sich 14 Personen aufhielten – 13 Männer und eine Frau. Zehn Menschen starben am Tatort, ein weiteres Opfer erlag den Verletzungen auf dem Weg ins Krankenhaus. Nach Angaben des südafrikanischen Senders eNCA setzten die Angreifer zudem ein Auto eines der Opfer in Brand.

Motiv noch unklar

Das Motiv der Tat ist nach Polizeiangaben bislang nicht geklärt. Erste Ermittlungen hätten ergeben, dass einige der Opfer bereits im Zusammenhang mit mutmaßlich illegalen Aktivitäten im Visier der Behörden gestanden hätten, heißt es in einer Mitteilung der Polizei von KwaZulu-Natal, aus der der Sender eNCA zitiert. Eine Fehde zwischen rivalisierenden Gruppen könne nicht ausgeschlossen werden.

Ein Anwohner sagte eNCA, er habe die Getöteten seit seiner Kindheit gekannt. „Es ist erschütternd und traurig. Das sind Jungs, mit denen ich aufgewachsen bin“, wird er zitiert. Die Gegend habe bislang als sicher gegolten. Nach Angaben des Senders Eyewitness News fahndet die Polizei nach mehreren Personen als Tatverdächtige.

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Der Regierungschef der Provinz wollte am Tatort mit Sicherheitsbehörden, Vertretern der Gemeinde und Angehörigen zusammentreffen.

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