In Kuchelmiß, einer Gemeinde im Landkreis Rostock, ereignete sich am Sonntagmorgen ein schwerer Unfall, bei dem ein elfjähriger Junge ums Leben kam. Bei einer improvisierten Schlittenfahrt, bei der ein Plastikschlitten per Seil an die Anhängerkupplung eines Transporters gebunden war, verlor der Fahrer auf einem verschneiten Waldweg die Kontrolle über sein Fahrzeug. Der Schlitten schleuderte mit hohem Tempo gegen einen Stapel Holzstämme.
Während die beiden anderen Kinder mit leichten Verletzungen davonkamen, erlitt der Elfjährige schwerste innere Verletzungen. Rettungskräfte versuchten den Jungen zu reanimieren, doch sie bleiben erfolglos. Der Schüler verstarb noch an der Unfallstelle. Der 37-jährige Fahrer, der laut Polizei weder unter Alkohol- noch Drogeneinfluss stand, muss sich nun wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung verantworten. Der Mann sei mit keinem der Kinder verwandt. Erste Ermittlungen vor Ort wurden durch die Dekra unterstützt. Der selbstgebaute Schlitten wurde von der Kriminalpolizei in Teterow sichergestellt. Weitere Zeugenaussagen und Gutachten sollen den genauen Hergang klären.
Der Unfall wirft einmal mehr die Frage nach der Sicherheit beim Schlittenfahren auf. Immer wieder kann es bei diesem scheinbar harmlosen Wintersport zu tödlichen Unfällen kommen. Experten raten, ausschließlich TÜV-geprüfte Schlitten zu verwenden, die Geschwindigkeit zu kontrollieren und Hindernisse auf der Strecke zu vermeiden. Grundsätzlich haftet bei Rodelunfällen der Verursacher.
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