Dokumentation

Elon Musk: Ex-Partnerin enthüllt Aussage über „Armee an Kindern“ vor Bürgerkrieg

In einer neuen Doku berichtet Musks Ex-Partnerin von einer Nachricht: Er brauche eine Armee an Kindern vor dem Bürgerkrieg. Musk kontert auf X.

3 Min
Elon Musk vor einem US-Gericht. Im Sorgerechtsstreit mit seiner früheren Partnerin geht es auch um ein Schweigegeldangebot.

Elon Musk vor einem US-Gericht. Im Sorgerechtsstreit mit seiner früheren Partnerin geht es auch um ein Schweigegeldangebot.

© Godofredo A. Vásquez

Elon Musks frühere Partnerin Ashley St. Clair hat bei der Premiere einer neuen Dokumentation in Venedig aus einer Textnachricht des Tesla- und SpaceX-Gründers zitiert. Elon Musk habe ihr geschrieben, er brauche eine „legion of children before the civil war“, sagte St. Clair nach Angaben des Guardian. Übersetzt heißt das „eine Legion an Kindern vor dem Bürgerkrieg“, oder auf Deutsch: Kinderarmee. Das Paar bekam 2024 einen Sohn und hat sich inzwischen getrennt.

Bereits im Juli hatte Musk im Interview mit dem Economist gesagt, Großbritannien werde binnen 20 Jahren in einen Bürgerkrieg geraten. Er begründete das mit dem Zuzug von Menschen, deren Vorstellungen westlichen Überzeugungen entgegenstünden.

Musk hat sich auf seiner Plattform X zu den Berichten geäußert. Er teilte einen Post, in dem dem Guardian vorgeworfen wird, die Formulierung von der „Legion an Kindern“ ohne Belege verbreitet und einen Scherz nicht als solchen erkannt zu haben. Dazu schrieb Musk über St. Clair: „Sanity is not her strength“, übersetzt etwa „Gesunder Verstand ist nicht ihre Stärke“.

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Die Aussage ist kein Einzelfall. Das Wall Street Journal (WSJ) berichtete im Zusammenhang mit dem Sorgerechtsstreit zwischen St. Clair und Musk von ähnlichen Formulierungen. Musk habe angeregt, weitere Frauen als Leihmütter einzubeziehen, um noch vor einem befürchteten gesellschaftlichen Zusammenbruch ein „Legion-Niveau“ an Nachkommen zu erreichen. Dieselbe Wortwahl taucht damit in zwei unabhängig voneinander entstandenen Berichten auf.

Für ihr Schweigen seien St. Clair nach Angaben des WSJ zunächst 15 Millionen Dollar und monatlich 100.000 Dollar angeboten worden, in der Dokumentation ist nach Angaben des Guardian von 40 Millionen Dollar die Rede. Die Zahlen stammen aus unterschiedlichen Verfahrensständen. In beiden Fällen ging es um ein Angebot gegen eine Verschwiegenheitsvereinbarung, das St. Clair ablehnte.

Vorwurf einer gezielten Spaltung

St. Clair äußerte sich bei der Premiere auch zu Musks Plattform X. Was er dort betreibe, lasse sich nicht ignorieren, so die 28-Jährige. Er schüre eine Spaltung, die in der Realität so nicht bestehe. Diese Entwicklung könne katastrophale Folgen haben, sollte sie nicht reguliert werden. St. Clair war früher Unterstützerin von Donald Trump, ihr politisches Engagement aus dieser Zeit bereue sie inzwischen.

Zuletzt nahm Musk sogar an der deutschen Debatte teil. So hatte der Tech-Gigant nach dem Rekordergebnis auf X einen Post der AfD-Co-Chefin Alice Weidel mit den Worten „gut gemacht“ kommentiert, die den Erfolg ihres Spitzenkandidaten bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt feierte.

Daraufhin bedankte sich Ulrich Siegmund bei Musk für dessen Unterstützung und bot ihm eine künftige Zusammenarbeit an. Sollte die AfD Verantwortung übernehmen, würde er eine „starke und konstruktive Zusammenarbeit“ begrüßen, schrieb Siegmund. Deutschland wäre dann wieder ein Standort, „in den es sich zu investieren lohnt“.

Aber nicht nur Deutschland hat Musk im Visier. Er mischt sich regelmäßig in europäische Politik ein und verbindet seine politischen Warnungen immer wieder mit dem Szenario eines drohenden gesellschaftlichen Zusammenbruchs. Die nun von St. Clair öffentlich gemachte Nachricht gibt dem Thema eine persönliche Dimension: Während Musk öffentlich vor einem möglichen Bürgerkrieg und gesellschaftlichem Zerfall warnt, soll er privat über eine große Zahl eigener Kinder im Vorfeld eines solchen Szenarios gesprochen haben.

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