Alice Weidel hat versagt und die Chance des Gesprächs mit dem mächtigsten Unternehmer der Welt vertan. Aus Diskussionen mit Elon Musk können Zeugnisse der Zeitgeschichte werden, Weidel hätte das Gesicht Deutschlands in vielen Teilen der Welt oder wenigstens des Internets werden können, im besten Fall ein Meme. Aber die AfD-Kanzlerkandidatin war nicht in der Lage, die größte Bühne ihres bisherigen Lebens zu nutzen.
Die Öffentlichkeit hat Alice Weidel sicher noch nie so viel in so kurzer Zeit lachen gehört wie im gestrigen Gespräch mit Elon Musk. Immer wieder schien das aus Unsicherheit zu geschehen, auch um unangenehme Pausen zu überdecken. „Worüber wollen wir noch reden?“, fragte Musk mehrfach, als der Gesprächsfluss abzureißen drohte. Weidel wirkte auch nicht besonders gut vorbereitet, konnte ihre zentralen Punkte zu Migration, Sicherheit, Energie und Ukraine nicht präzise und einprägsam rüberbringen und redete teilweise sogar Unsinn („In deutschen Schulen lernen Kinder nur noch ‚Gender Studies‘“ oder „Hitler war Kommunist“). Doch wer ehrlich ist, wusste das auch vorher. Weidel ist keine gute Rednerin. Sie hat kein besonderes Charisma. Sie ist auch nicht für Humor bekannt. Gestern war sie auch noch sichtlich nervös.
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Kommentar
Elon Musk ist egal, wie Weidel performt: Hauptsache, die AfD bricht mit dem System
AfD-Kanzlerkandidatin Alice Weidel scheitert im Gespräch mit dem X-Besitzer. Aber das ist Elon Musk egal. Er will die Disruption im Westen – egal wie peinlich. Ein Kommentar.
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Musk hält jeden Wandel für besser als Abwarten und Weidel ist für ihn die Disruption.
© AP/dpa
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